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Rundbrief Nr. 14 (Dezember 1996)

ROG

Berlin: Aktionswoche für Menschenrechte

Bereits im Mai 1990 gab es den ersten Aufruf von Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen aus Ost und West für ein "Haus der Menschenrechte".

Ziel des gemeinsamen Hauses ist, daß Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen unter einer Adresse erreichbar sind, die Diskussion menschenrechtlicher Fragen gefördert wird und die Öffentlichkeit die Hilfs- und Informationsangebote, die sich aus den unterschiedlichen Aufgabenbereichen der Organisationen ergeben einfacher nutzen kann und zur Mitarbeit angeregt wird.

Um das Projekt bekannt zu machen, veranstaltete Reporter ohne Grenzen, gemeinsam mit amnesty international und der Internationalen Liga für Menschenrechte, stellvertretend für alle anderen Organisationen, eine gemeinsame Aktionswoche zum Internationalen Tag der Menschenrechte. Auf der gutbesuchten Pressekonferenz am 7. Dezember stellten die drei Organisationen ihre Programmpunkte vor. Die Internationale Liga für Menschenrechte gab die Preisträger der Carl-von-Ossietzky-Medaille, die "Samstags-Frauen" von Istanbul, bekannt, wies auf ihr zweitägiges Seminar hin, das sich am Beispiel des Iran mit islamischem Fundamentalismus und Menschenrechtsverletzungen auseinandersetzt. Reporter ohne Grenzen kündigte die Veranstaltungen mit Jesus Alfonso Castiglione Mendoza an. Castiglione, ein "Patenkind" von ROG, war wegen angeblicher Unterstützung einer terroristischen Vereinigung ("Sendero Luminoso"/ Leuchtender Pfad) zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Nach drei Jahren, am 1. Oktober dieses Jahres, wurde er - auch auf Intervention von ROG - von Präsident Alberto Fujimori freigelassen. Eingeladen von amnesty international und ROG absolvierte er ein volles Programm in Europa. (Zuerst waren nur drei Veranstaltungen geplant, doch einmal da war er heißbegehrt.)

Mehrere Veranstaltungen bei der ai-Gruppe in Kaufbeuren, danach fuhr er am 8. Dezember nach Paris um bei der Verleihung des Menschenrechtspreises von Reporters sans frontières anwesend zu sein, in Berlin berichtete er am 11. Dezember im Lateinamerikaforum des Goethe-Instituts, über seine.... ....., einen Tag später war er Gast der Abschlußveranstaltung zur Aktionswoche zum internationalen Tag der Menschenrechte, bei der alle beteiligten Bürger - und Menschenrechtsorganisationen ihre Arbeit an konkreten Beispielen vorstellen.

Am 13. Dezember war eine Veranstaltung mit ROG und der ai-Kogruppe Peru geplant und danach noch (eine?) weitere in Holland.

Nach der Pressekonferenz am 7. Dezember eröffnete Michael Rediske die Ausstellung von Reporter ohne Grenzen "Die Würde des Menschen " mit Fotos des brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado. 30 seiner besten Reportagefotos aus Lateinamerika, der Sahel-Zone, über Arbeiter und Flüchtlinge aus aller Welt , die eine Woche vom 7. bis 14. Dezember im Haus der Kulturen der Welt zu sehen und ein wunderbarer Rahmen für die Aktionswoche war.

Alle Menschenrechtsorganisationen nutzten die Möglichkeit an Ständen im Foyer des Hauses der Kulturen der Welt über ihre Arbeit zu informieren.

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