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Rundbrief Nr. 11 (Juli 1996)

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3. Mai - Internationaler Tag der Pressefreiheit

Berlin

Am 2. Mai fand die Pressekonferenz im Berliner dpa-Haus statt. Der Jahresbericht zur Situation der Pressefreiheit in der Welt wurde vorgestellt, natürlich auch unser neues Fotobuch "Die Würde des Menschen. 100 Fotos für die Pressefreiheit 1996" mit Bildern von Sebastião Salgado.

Da, wo Zahlen und Fakten über getötete und gefangene Journalistinnen und Journalisten die Öffentlichkeit vielleicht nicht mehr "bewegen" können, machte der Bericht unseres Gastes Olamide Babajide*, Journalist bei der nigerianischen Wochenzeitung "Tell", begreifbar, wie beschwerlich und gefährlich der "ganz normale Alltag" bei der Produktion einer ständig beobachteten, zensierten, beschlagnahmten Zeitung mit einer Auflage von 100.000 Stück ist - sei es für die Schreiber, die Drucker oder die LKW-Fahrer im Vertrieb.

Obwohl die Pressekonferenz selbst nur mäßig besucht war, war das Echo in Presse, Radio und Fernsehen mit Interviews, Studiogesprächen sowie Artikeln erstaunlich groß.

* Auf Bitte unseres Gastes nennen wir seinen richtigen Namen nicht.

Frankfurt

Zum 3. Mai haben die Frankfurter auch in diesem Jahr zu einer Podiumsdiskussion ins Literaturhaus eingeladen - mit dem Thema: "Vom Eisernen Vorhang zum Mantel des Schweigens? - Pressefreiheit und Berichterstattung aus Osteuropa."

Leider war das Publikumsinteresse in diesem Jahr nicht so groß, es kamen nur etwa 25 Leute. Dennoch war es ein ge-lungener Abend. Es diskutierten Alexander Andreev, Redakteur des bulgarischen Programms der "Deutschen Welle", die kroatische Publizistin Dunja Melcic und der Chefredakteur der Zeitschrift "Neue Literatur" mit dem Schwerpunkt Osteuropa, Gerhard Csejka.

Freundlicherweise übernahm die Hessische Landeszentrale für Politische Bildung trotz Haushaltssperre die Saalmiete, Versicherung und Portokosten.

Köln

"Zwischen den Fronten - Journalisten in Algerien" - unter diesem Titel hatte die Kölner Gruppe zu einer Podiumsdiskussion geladen. Zwar kamen nur etwa 30 Besucher, dennoch war die Veranstaltung im WDR sehr spannend - mit den Referenten Peter Philipp von der "Deutschen Welle", dem Pressekarikaturisten Fathy Bourayou, dem algerischen Journalisten Ali B. und Jürgen Döschner (WDR) als Moderator. Ali B. berichtete über seine Situation und be-dankte sich bei ROG, da er auf Einladung von ROG sich für eine Weile der Bedrohung in seinem Heimatland entziehen kann.

Zur selben Zeit strahlte die "Deutsche Welle" ein Interwiew mit Ali B. nach Algerien aus.

Hamburg

Die Veranstaltungsreihe "Presefreiheit und Menschenrechte in Afrika" vom 3.-18. Mai stieß auf reges Interesse. Alle Diskussionen und Vorträge mit Journalisten aus dem Maghreb und Afrika sowie Mitarbeitern verschiedener deutscher Medien und Menschenrechtsorganisationen, sowie die Lesungen waren gut besucht: An jeder Veranstaltung nahmen im Durchschnitt 70 Menschen teil. Initiiert und organisiert wurde das Programm von der "Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte" und Mitgliedern der Hamburger ROG-Gruppe in Kooperation mit lokalen Institutionen und Gruppen. Eine Beilage für die taz Hamburg wurde zum 3. Mai produziert, auch ein Kino-Begleitprogramm fehlte nicht.

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