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Rundbrief Nr. 3 Dezember 1994

ROG

Inhaftierte Journalisten und Journalistinnen

  1. Von den rund 140 Journalist(inn)en, die jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt inhaftiert sind, befindet sich nur ein Teil länger in Haft. Auf kurzzeitige Festnahmen reagiert das Pariser Sekretariat mit Protesten und öffentlichkeitsarbeit (sobald wir ein hauptamtlich arbeitendes und schnell reagierendes Büro haben, sollten wir das auch tun, ähnlich wie Amnesty mit seinen urgent actions).

    RSF befindet sich über mailbox in einem System des Informationsaustausches, an dem u.a. noch Article 19 (GB), das Internationale Committee for the protection of journalists (USAJ und Al teilnehmen.

  2. Rund 40 Journalist(inn)en sind von Paris als "für Patenschaften geeignet" herausgefiltert worden. Es sollte sich dabei beispielsweise um professionelle Journalisten handeln - nicht Oppositionspolitiker, die nur nebenbei die Presse nutzen, um ihre Meinung zu verbreiten. Alle diese "Fälle" stehen prinzipiell auch uns zur Verfügung. Die anfängliche Beschrankung auf die Dossiers von 10 Inhaftierten hatte rein praktische Gründe.

  3. Jedes "Dossier" sollte in Deutschland von einer Person koordiniert werden. Das heißt: Dieses Mitglied dient als Verbindung zu demjenigen Pariser Referenten, der für den jeweiligen Kontinent zuständig ist.

  4. Die Patenschaft selber kann auch von anderen ROG-Mitgliedern gleichzeitig übernommen werden. Sie sollten möglichst für verschiedene Arten von Medien arbeiten. Beispiel: eine überregionale und eine regionale Zeitung, eine Rundfunkstation. Entweder der/die Journalist/in übernimmt die Patenschaft individuell (und darf in "seinem/ihrem" Medium dazu publizieren). Oder - gewiß seltener möglich - die Chefetage eines Mediums übernimmt den Fall als Institution. (Warum nicht der Bayerische Rundfunk mit Gunay Aslan, der für das Istanbuler ARD-Büro, das der BR trägt, gearbeitet hat?)

  5. Protestbriefe können und sollten viele gleichzeitig schreiben. Das Pariser Sekretariat freut sich, wenn deutsche Kolleg(inn)en ihre Rechercheergebnisse (sei es von Reisen oder über Kontakte in die jeweiligen Länder) beisteuern. Schließlich sind die personellen Kapazitäten in Paris begrenzt. Die Recherchen sollten nur mit dem in Paris zuständigen Referenten abgestimmt werden.

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