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Bericht 1994

103 Journalisten und Journalistinnen wurden 1994 wegen ihrer Meinungen oder in Ausübung ihres Berufes getötet.

AFGHANISTAN

30. Juli: Mirwais Jalil, afghanischer Mitarbeiter der BBC in Kabul, wird nahe der Stadt, von Kugeln durchsiebt, aufgefunden. Zwei Tage zuvor war er von maskierten Männern gekidnappt worden, nachdem er Gulbuddin Hekmatjar in dessen Hochburg (fief) Charasyab, im Süden von Kabul, interviewt hatte.

ÄGYPTEN

3. April: Ahmed Ibrahim El-Baradei, Redaktionssekretär der Tageszeitung Al-Akhbar, wird in Qalioub, 50 Kilometer nördlich von Kairo, ermordet. Er hatte eine Kampagne gegen die Islamisten von "Jama'a Islamiya" organisiert. 17. September: Labib Ibrahim stirbt bei einem Attentat auf einen UNICEF-Konvoi in der Nähe von Luxor, das der "Jama'a Islamiya" zugeschrieben wird.

ALGERIEN

1. Februar: Olivier Quemener, 34, französischer Journalist, wird in der Kasba von Algier ermordet. Sein australischer Kollege Scott Allan White wird schwer verwundet.

28. Feburar: Abdelkader Hireche, 29, Journalist des algerischen Fernsehkanals ENTV, wird nahe seiner Wohnung in einem südöstlichen Vorort von Algier tödlich verwundet.

11. März: Hassan Benaouda, Journalist des algerischen Fernsehens, wird in der Kasba von Algier durch einen Kopfschuß schwer verletzt. In der folgenden Nacht stirbt er an seinen Verletzungen.

19. März: Yahia (Djamel) Benzaghou, 50, Direktor der Kommunikationsabteilung beim Regierungschef und früherer Journalist der Regierungszeitung El Moudjahid sowie der Nachrichtenagentur Agence Presse Service, wird vor seiner Wohnung in dem Stadtteil Bab El Oued in Algier durch zwei Kugeln getötet.

21. März: Madjid Yacef, 40, Fotograf der Tageszeitung Hebdo Libere, wird während des Angriffs eines Kommandos aus drei Männern auf das Gebäude der Zeitung mitten im Stadtzentrum von Algier niedergeschossen.

13. April: Meceffeuk Mohamed wird in Boukadir nahe Mostaganem, 250 Kilometer westlich von Algier, ermordet. Er arbeitete für die lllustrierte Detective.

7. Juni: Ferhat Cherkit, 45, Journalist der Regierungstageszeitung El Moudjahid, wird von Unbekannten im Zentrum von Algier durch Schüsse getötet.

12. Juli: Yasmina Drici, 30, Korrektorin beim Soir d'Algerie, wird von einem als Polizisten verkleideten Kommando entführt. Mit durchschnittener Kehle findet man sie in einem Vorort von Algier.

21. Juli: Mohamed Lamine Legoui, 49, Journalist der Nachrichtenagentur Agence Presse Service, wird vor seiner Wohnung in Bou Saada, im Süden des Landes, durch Gewehrkugeln getötet.

24. September: Mouloud Barroudi, Fotograf der Agence nationale des actualites filmees (ANAF), wird mit durchschnittener Kehle in Mahelma bei Tipaza, im Westen des Landes, aufgefunden.

25. September: Smail Sbaghdi, Journalist bei der Agence Presse Service, wird in einem Taxi nahe dem Ort Bach Djarah bei Algier erschossen.

12. Oktober: Lahcene Bensaallah, Direktor der Zeitschrift El Irchad, wird bei Verlassen seines Hauses in einem südlichen Vorort von Algier getötet.

16. Oktober: Tayeb Bouterflis, Mitarbeiter des algerischen Radios, das in der Berbersprache sendet, wird vor seinem Haus in Baraki erschossen.

19. Oktober: Ziane Farrah, Chefredakteur der FLN-Wochenzeitung Revolution Africaine, wird in der Nähe von Blida, südlich von Algier, getötet.

27. Oktober: Mohamed Salah Ben Achour, Journalist der Agence Press Service, wird von zwei Bewaffneten in seiner Wohnung erschoßen.

30. November: Ahmed Issad, Starreporter des Fernsehens, und Nassereddine Lekhal, Journalist der regierungseigenen Abendzeitung El Massa, werden von einer bewaffneten Gruppe in Boufarik, 25 Kilometer südlich Algiers, mit Schüssen exekutiert und enthauptet.

3. Dezember: Said Mekbel, Chefredakteur der Tageszeitung Le Matin, stirbt, 24 Stunden nachdem ihn in einem Restaurant in der Nähe seiner Zeitung in Algier zwei Schüsse in den Kopf getroffen haben.

BOSNIEN HERZEGOWINA

1. Januar: John Hasek, freiberuflicher kanadischer Journalist tschechischer Herkunft, stirbt im Militärhospital von Prag infolge der Verletzungen, die er im Juni 1993 im westlichen Bosnien erlitt, als sein Auto auf eine Mine fuhr.

28. Januar: Marco Luchetta, Dario d'Angelo und Alessandro Otta, Korrespondent, Kameramann und Tontechniker des staatlichen italienischen Fernsehkanals RAI Uno, sterben, als der muslimische Teil Mostars von kroatisch.bosnischen Truppen bombardiert wird.

1. Mai: Brian Brinton und Francis William Tomasic, US. amerikanische Journalisten, die für die Nachrichtenagentur Magnolia News beziehungsweise das Magazin Spin arbeiteten, werden getötet, als unter ihrem Auto eine Mine explodiert. Sie waren auf dem Weg zum Staudamm von Salakovac in der Gegend von Mostar.

5. September: Mohammed Hussein Navab, Iraner und Korrespondent der Teheraner Tageszeitung Kayhan wird, von Kugeln durchsiebt, im westlichen Teil von Mostar aufgefunden, der von der kroatisch-bosnischen HVO kontrolliert wird. Nach Schätzung der Gerichtsmediziner wurde er am 30. August erschossen, zwei Tage nachdem Bewaffnete ihn entführt hatten.

BRASILIEN

19. Februar: João Alberto Ferreira Souto, Journalist und Eigentümer der Tageszeitung Jomal do Estado im Bundesstaat Bahia, wird ermordet, als er nachts zu seinem Haus in Vitoria da Conquista kommt. Aus dem Hinterhalt geben Unbekannte drei Schüsse auf ihn ab. Er hatte wiederholt Lokalpolitiker kritisiert.

BURUNDI

14. oder 15. September: Alexis Bandyatuyaga, 40, Journalist des Senders Radio Television Nationale du Burundi, wird von Militärs niedergeschossen .

INDIEN

9. Mai: Ram Narain Gupta, Chefredakteur der hindisprachigen Tageszeitung Jaidesh, die in Varanasi erscheint, wird nahe seiner Wohnung niedergeschossen und stirbt am darauffolgenden Tag. 29. August: Ghulam Muhammad Lone wird zusammen mit seinem siebenjährigen Sohn getötet, als ein bewaffnetes Kommando in ihre Wohnung in Kangan (Bundesstaat Jammu und Kaschmir) eindringt und das Feuer mit automatischen Waffen eröffnet. Am 22. August hatte ihn ein Offizier öffentlich mit dem Tode bedroht für den Fall, daß er nicht aufhöre, Informationen über Truppenbewegungen der Regierung in der Region zu veröffentlichen .

IRAKISCH-KURDISTAN

3. April: Lissy Schmidt, 35, freie Journalistin für AFP, Frankfurter Rundschau und den Tagesspiegel, wird zusammen mit ihrem Leibwächter durch Schüsse getötet, die auf ihr Auto abgegeben werden. KAMBODSCHA 10. Juni: Tou Chom Mongkol, Chefredakteur der vierzehntäglich erscheinenden Zeitung Antarakhum, wird bewußtlos in Phnom Penh aufgefunden, neben seinem beschädigten Motorrad. Er stirbt am folgenden Morgen im Krankenhaus an einem Gehirntrauma, das durch einen Schlag ins Genick verursacht wurde. Antarakhum hatte die Korruption mehrerer Politiker und Militärs angeprangert.

7. September: Nuon Chan, Chefredakteur der Wochenzeitung Samleng Yu Vachun Khmer, wird von zwei Unbekannten erschossen, als er mit dem Motorrad auf dem Weg in die Zeitung ist. Nuon Chan hatte über die Verwicklung einiger Politiker und Militärs in Korruptionsaffären berichtet.

Nacht vom 8./9 Dezember: Chan Dara, Reporter der Zeitung Koh Santepheap, wird in der Provinz Kompong Cham von zwei Kugeln in den Rücken getötet, als er ein Restaurant verläßt. Er hatte Morddrohungen erhalten, nachdem seine Zeitung den Gouverneur der Provinz und andere Lokalpolitiker mit Korruptionsaffären in Verbindung gebracht hatte.

MADAGASKAR

Victor Randrianarina, Journalist des staatlichen Rundfunks, stirbt im Krankenhaus von Antananarive, nachdem er eine Woche im Koma gelegen hat. Eine Gruppe Unbekannter hatte ihn in der Nacht des 17. August schwer verletzt, kurz nachdem er den ersten Teil seiner Untersuchung über Diamantenschmuggel im Süden des Landes veröffentlicht hatte. PAKISTAN 3. Dezember: Mohammed Salahuddin, Chefredakteur der in der Urdusprache erscheinenden Wochenzeitung Takbeer, wird durch eine Kugel in die Schläfe getötet. Als Mitglied der fundamentalistischen Partei "Jamaat-i-lslami" hatte er wiederholt die Regierung für ihre Unfähigkeit kritisiert, mit der interethnischen, politischen und religiösen Gewalt fertig zu werden.

PALÄSTINA

2. November: Hani Abed, 35, Journalist der palästinensischen Wochenzeitung Al-lstiqlal, stirbt an den Verletzungen, die er bei der Explosion seines Autos in Khan Younes im Gaza-Streifen erlitten hat.

PHILIPPINEN

20. August: Lydia Macas, Journalistin der Radiostation DXDD, die der katholischen Kirche gehört, wird Opfer eines Granatenattentats im Innern des Klosters von Marawi, auf der Insel Mindanao. Sie war bekannt für ihre Bemühungen, die christlichen und die muslimischen Gemeinden der Region miteinander zu versöhnen, in der zwei Jahrzehnte bewaffneter Auseinandersetzungen mehr als 50.000 Tote gekostet haben.

RUANDA

Zwischen 6. April und 30. Juli:

Obed Bazimaziki, Journalist der Zeitung Flambeau, soll am 11. April nahe seiner Wohnung in Nyakabanda, einem Stadtteil von Kigali, ermordet worden sein. Charles

Bideri-Munyangabe, Journalist der Zeitung Messager-lntermwa, soll am 11. April in Nyakabanda ermordet worden sein.

Prisca Burasa, Journalistin der Zeitung Partisan, wurde in der Kirche von Nyamirambo ermordet.

François Funga, Journalist der Monatszeitschrift Dialogue, soll von Milizen getötet worden sein.

Eugene Gakwaya, Journalist der Zeitung Tribun du Peuple, soll von Milizen getötet worden sein.

Carpophore Gatera, Journalist der Zeitung Kanyarwanda, findet unter ungeklärten Umständen den Tod.

Aphrodice Habineza-Sibo, Journalist der Zeitung Partisan, soll von Milizen und Militärs ermordet worden sein, als er sich bei seinen Nachbarn in Gikondo befand.

Augustin Habinshuti, Journalist der Zeitung Umurwandashyaka, soll bei der Bombardierung von Nyansa getötet worden sein.

Wilson Hategekimana, Journalist der Zeitung Tribun du Peuple, soll von Milizen in Remera (Provinz Kigali) ermordet worden sein.

Viateur Kalinda, Journalist bei Radio Rwanda, soll von Soldaten der ruandischen Streitkräfte (FAR) in Kabgayi, nahe der Stadt Gitarama, getötet worden sein.

Theotime Kamanayo, Journalist der Zeitung Kiberinka, soll von Milizen in seiner Wohnung in Mumena getötet worden sein.

Andre Kameya, Chefredakteur der Zeitung ~wanda Rushya und Mitglied der oppositionellen Liberalen Partei, wird von Milizen exekutiert, nachdem er sich in die Kirche der Heiligen Familie in Kigali geflüchtet hat. Seine Frau und eins seiner Kinder werden ebenfalls umgebracht.

Martin Kamurase, Journalist der Zeitung Rwanda Rushya, soll in seiner Wohnung in Nyamirambo von Milizen ermordet worden sein.

Emile Kanamugire, Journalist der Zeitung La Griffe, soll in Kabuga von Militärs erschossen worden sein.

Fidele Kanyabugoyi, Journalist der Zeitung Kanyarwanda, soll in Nyanza-Kicukiro von Milizen getötet worden sein.

Gratien Karambizi, Journalist der Zeitung Imbaga, soll am 9. April in seiner Wohnung in Kimisayara zusammen mit zwei seiner Kinder ermordet worden sein.

Charles Karinganire, Journalist der Zeitung Flambeau, stirbt am 24. April unter den Machetenhieben von Milizen und Soldaten vor seiner Wohnung in Kiyovu (Provinz Kigali).

Marcellin Kayiranga, Journalist der Zeitung Kanguka, soll am 22. April in Muhima ermordet worden sein.

Sixbert Mbuguje, Journalist der Zeitung Imbaga, soll von Milizen ermordet worden sein.

Felix Mbunda, Journalist des staatlichen Fernsehens TV Rwanda, soll von Milizen getötet worden sein.

Joseph Mudatsikira, Journalist der Zeitung Rwanda Rushya, findet unter ungeklärten Umständen den Tod.

Eugene Mukama, Journalist der Zeitung Tribun du Peuple, soll in Nyanza.Kicukiro getötet worden sein.

Winifrida Mukamana, Cutterin der Video-Gesellschaft Reba Videwo, soll am 7. April von Militärs in Remera, nahe dem Flughafen von Kigali, umgebracht worden sein.

Jeanne d'Arc Mukamusoni, Journalistin der Zeitung Soleil, der oppositionellen Sozialdemokratischen Partei nahestehend, soll von Milizen an einer Straßensperre bei Nyakabanda getötet worden sein, als sie versuchte, mit ihrem Mann Kigali zu verlassen.

Gilbert Munana, Journalist der Zeitung Flambeau, soll am 8. April in Gikondo (Provinz Kigali) von Milizen getötet worden sein.

Bernard Munyakazi, Journalist der Zeitung L'Observateur, soll um den 15. April herum in Remera von Milizen getöt et worden sein.

Jean-Claude Munyarigoga, Journalist des staatlichen Presseamtes (Orinfor), soll in seiner Wohnung von Milizen get ötet worden sein.

Nehemi Mureramanzi, Journalist der Zeitung L'Emancipahon und Mitarbeiter von L'Observateur, soll nahe seiner Wohnung in Nyamirambo von Milizen getötet worden sein.

Donat Mutesa, Journalist der Zeitung Kanyarwanda, soll von Milizen ermordet worden sein.

Sylvestre Nkubiri, Journalist der Zeitung Kinyamateka, soll am 12. April in Kigali von Milizen getötet worden sein.

Joel Nkundimana, Journalist der Zeitung Kanyarwanda, so!i in der Kirche von Gikondo von Milizen getötet worden sein.

Emmanuel Nsabimana, Korrespondent des staatlichen Presseamtes Orinfor in Gikongoro, stirbt unter nicht geklärten Umständen.

Eudes Nshimiryo, Journalist von TV Rwanda, soll am 7. April in seiner Wohnung in Nyamirambo getötet worden seln.

Alexis Ntanganzwa, Journalist der Zeitung Rafiki, soll im Juni im Centre Rafiki, wohin er geflohen war, ermordet worden sein.

Venant Ntawucikayenda, Kameramann von TV Rwanda wird am 10. Mai bei der Explosion einer Mörsergranate im Hof des Fernsehgebäudes getötet.

Aloys Nyimbuzi, Journalist der Zeitung L'Observateur, soll am 7. April in seiner Wohnung in Gikondo getötet worden sein.

Octave, Journalist der Zeitung Rafiki, soll im Juni von Milizen im Centre Rafiki, wo er wohnte, ermordet worden sein.

Tharcisse Rubwiriza, Journalist der Rundfunkabteilung des staatlichen Presseamtes Orinfor, soll am 8. oder 9. Acril in seiner Wohnung ermordet worden sein.

Ignace Ruhatana, Chefredakteur der Zeitung Kanyarwanda, wird von einem Soldaten der Regierungstruppen in Nyakabanda, Stadtteil von Kigali, getötet.

Emmanuel-Damien Rukundo, freiberuflicher Mitarbeiter der Publikation Rubyiruko-Rubanda, wird am 24. April im Centre Saint-Paul ermordet, nachdem man ihn nackt auf einen Lastwagen gebunden und in dem Stadtteil Rugenge herumgefahren hat.

Alfonse Rutsindura, Journalist der Zeitung Amakuruki i Butare, wird von mit Macheten bewaffneten Milizen ermordet, als er auf dem Motorrad zurück in seine Heimatprovinz Butare kommt. Seine Familie wird ebenfalls massakriert.

Vincent Rwabukwizi, Chefredakteur der monatlich zweimal erscheinenden Zeitung Kanguka, wird um den 10. April herum vor seinem Haus in Nyamenango, Stadtteil von Kigali, von Militärs umgebracht.

Felicien Semusambi, Journalist der Zeitung Umuranga, soll am Tag nach der Einnahme von Kigali von Soldaten der Ruandischen Patriotischen Front erschlagen worden sein.

Anastase Seruvumba, Journalist der Zeitung Imbaga und freier Mitarbeiter von Kinyamateka, soll am 29. April aufgrund einer Denunziation getötet worden sein.

Vincent Shabakaka, Journalist der Zeitung Kiberinka, soll in Nyamirambo von Milizen getötet worden sein.

Felix Twagiramungu, Kameramann der Agentur Iwacu, soll von Milizen in die Schule Saint-Andre von Nyamirambo geschleppt und dort ermordet worden sein.

RUSSLAND

17. Oktober: Dimitri Cholodov, Militärspezialist der Moskauer Tageszeitung Moskovski Komsomolets, stirbt bei der Explosion eines Koffers in seinem Büro, der eine Bombe enthielt. Wegen seiner Artikel, in denen er die Korruption im Verteidigungsministerium anprangerte, hatte er zuvor Morddrohungen erhalten.

22. Dezember: Cynthia Elbaum, freiberufliche Fotografin aus den USA, wird bei einem Angriff der russischen Luftwaffe auf Grosny, die Hauptstadt Tschetscheniens, getötet.

31. Dezember 1994: Vladimir Jitarenko, Sonderkorrespondent der Tageszeitung des russischen Verteidigungsministeriums, Krasnaa Zvezda, wird getötet, als er einen Konvoi von Fallschirmspringern zwischen Argun und Grosny begleitet.

SOMALIA

20. März: Ilaria Alpi und Miran Hrovatin, Reporter und Kameramann der italienischen RAI, werden im Norden von Mogadischu in einem Hinterhalt getötet.

1. September: Pierre Anceaux, Journalist und freier Mitarbeiter der Zeitschrift von Caritas, wird zusammen mit mehreren anderen lokalen Mitarbeitern der Hilfsorganisation von bewaffneten Unbekannten ermordet.

SÜDAFRIKA

9. Januar: Abdul Sharif, freiberuflicher südafrikanischer Fotograf, wird bei einem Schußwechsel getötet. Er fotografiertden Besuch einer ANC-Delegation in den östlichen Townships von Johannesburg, als diese plötzlich von Heckenschützen angegriffen wird.

18. April: Ken Oosterboek, 31, südafrikanischer Fotograf, wird im Township Katlehong (östlich von Johannesburg) während eines Zusammenstoßes zwischen ANC- und InkathaMitgliedern sowie der nationalen Friedenstruppe durch eine Kugel getötet. Er arbeitete für die südafrikanische Zeitung The Star und die Fotoagentur Sygma.

TADSCHIKISTAN

16. Mai: Olim Abdoulov, Journalist des staatlichen Fernsehsenders, wird in der Nähe von Douchanbe von Unbekannten ermordet. Er soll für seine Kritik an der Regierung und seine Unterstützung der Opposition von Safar Ali Kendjaev bekannt gewesen sein.

18. Mai: Chochvakt Haidarcho, Journalist der regierungsnahen Tageszeitung Djoumhouriyat, wird tot vor seinem Haus aufgefunden. Kurz zuvor hatte er Artikel über die "politische oder kriminelle Mafia", die das Land heimsuche, veröffentlicht.

Ende Juli: Etibor Elmourodova, Journalist des nationalen Fernsehsenders, wird tot aus einem Fluß nahe der Hauptstadt geborgen.

18. August: Davlatali Rakmonaliev, Programmdirektor des nationalen Fernsehsenders und einer der bekanntesten Kommentatoren des Landes, wird vor seinem Haus in Douchanbe niedergeschossen.

17. November: Chamidjon Chakimov, Chefredakteur der Zeitung Khalksouzi, Organ der Usbeken in Tadschikistan, der zweitgrößten Volksgruppe nach den Tadschiken, wird nahe seiner Wohnung durch Schüsse schwer verletzt und stirbt am Tag darauf.

ZAIRE

8. Juni: Pierre Kabeya, Journalist und Gerichtsreporter der Wochenzeitung Kin Matin, wird in der Nacht ermordet. Am nächsten Morgen wird seine Leiche gegenüber dem Militärlager von Luano in Kinshasa aufgefunden. Der Körper weist zwei Stichwunden auf, die Beine sind gebrochen, die Augen ausgestochen.

12. November: Adolphe Kavula, Herausgeber der Zeitung Nsemo, am 28. Oktober verschwunden, wird in einem Feld in der Nähe von Kasangulu (Provinz Bas.Zaire) bewußtlos aufgefunden. Er wird noch nach Kinshasa in ein Krankenhaus gebracht, stirbt jedoch, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben.


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