Rundbrief 41, Juni 2001ROG Homepage
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Hilfe für verfolgte Journalisten

Tipu Sultan, 27-jähriger Journalist aus Bangladesh, Korrespondent der unabhängigen Presseagentur United News of Bangladesh in Feni (im Südosten des Landes), hatte über dubiose Machenschaften eines dortigen Lokalpolitikers der Regierungspartei Awami-Liga berichtet, der auch eine eigene, mehrere Hundert Mann starke Miliz aufgebaut haben soll. Daraufhin warnte man Tipu Sultan vor weiteren Recherchen. Am 25. Januar entführten maskierte Angreifer Tipu Sultan aus seinem Haus. Die Täter prügelten ihm mit Macheten und Stöcken das Fleisch von den Knochen, brachen ihm Arme und Beine. Stunden später entdeckten Polizisten den Bewusstlosen. – Tipu wird zum Krüppel, wenn er nicht beste medizinische Versorgung erhält. Zwei Zeitungen in Bangladesh initiierten eine Spendensammlung: Die notwendigen Operationen in Bangkok kosten 80.000 DM. Auf Initiative von ROG beteiligte sich Journalisten helfen Journalisten (JhJ) mit 2.000 DM, und ROG selbst gab ebenfalls 2.000 DM in den Hilfsfonds.

Auch ein iranischer Journalist erhält finanzielle Unterstützung. Der Mitarbeiter einer inzwischen verbotenen Zeitschrift wurde kurz vor der Rückkehr nach Iran vor einer wahrscheinlichen Verhaftung gewarnt. Reporter ohne Grenzen setzte sich für die Verlängerung des Visums ein und leistet mit Journalisten helfen Journalisten zusammen kurzfristig Hilfe zum Lebensunterhalt.

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