Rundbrief 38, Dezember 2000ROG Homepage
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Spanien

Menschenrechtspreisträgerin 2000: Carmen Gurruchaga

Am 27. Oktober erhielt die baskische Journalistin Carmen Gurruchaga in Paris den Menschenrechtspreis von Reporter ohne Grenzen/Fondation de France. Eine internationale Jury, darunter aus Deutschland Sabine Christiansen, Manfred Bissinger und ROG-Sprecher Michael Rediske, verleiht den mit 15.000 DM dotierten Preis seit 1992 an Journalistinnen und Journalisten, die sich in besonderer Weise um die Pressefreiheit in ihrem Land verdient gemacht haben.

Carmen Gurruchaga arbeitete für die Tageszeitungen Unidad de San Sebastian und Diario 16, bevor sie Mitabeiterin der baskischen Ausgabe von El Mundo wurde. Seitdem war sie mehrere Male Ziel von Attentaten, die der baskischen Separatisten der ETA zugeschrieben werden. Im Dezember 1997 explodierte eine Bombe vor ihrem Haus in San Sebastian, wo die 45-jährige mit ihren beiden Söhnen lebte. Mehrfach erhielt sie anonyme Todesdrohungen, ihr Name steht auf einer "schwarzen Liste" der ETA. Sie entschloss sich daher, nach Madrid zu gehen, wo sie derzeit unter ständigem Polizeischutz lebt und weiterhin für El Mundo arbeitet.

Carmen Gurruchaga wurde in der baskischen Stadt San Sebastian geboren. Sie studierte Kommunikationswissenschaften und interessiert sich besonders für Themen in Zusammenhang mit Frauen, Jugendlichen und Minderheiten. Zudem hat sie die Organisation "SOS Balkan" mit gegründet, die sich seit 1991 um Kriegsflüchtlinge aus Ex-Jugoslawien kümmert.

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