Rundbrief 38, Dezember 2000ROG Homepage
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Israel/Palästina:

Reporter ohne Grenzen ist besorgt um die Sicherheit von Journalisten und um die Situation der Pressefereiheit in Israel, im Gazastreifen und auf der West Bank. Sowohl von israelischer, als auch von palästinensischer Seite werden Journalisten schikaniert, bedroht und von Polizisten und Soldaten eben so beschossen wie von Kombattanten der Gegenseiten. Seit 1995 wurden in den Gebieten unter palästinensischer Kontrolle mehr als 50 Reporter verhaftet und mehr als 20 angegriffen. Mehr als 70 Angriffe von israelischen Polizisten oder Soldaten sind dokumentiert.

Seit dem Ausbruch der Kämpfe am 28. September wurden mindestens acht palästinensische Journalisten, die auch für internationale Medien berichten, von israelischen Kugeln getroffen. Am 4. Oktober wurde Atta Oweistat (Fotograf der israelischen Presseagentur Zoom 77) während einer Demonstration von israelischen Polizisten verprügelt. Am 12. Oktober wurde die Radiostation Voice of Palestine von israelischen Hubschraubern bombardiert.

Auch auf palästinensischer Seite wurden Journalisten in den vergangenen Wochen behindert und bedroht, vor allem, wenn sie kritisch über Yasir Arafats Regierung berichteten. So wurde das italienische Kamerateam von RTI am 12. Oktober von Polizisten und Zivilisten angegriffen, als sie filmten, wie zwei Israelis in einer palästinensischen Polizeistation gelyncht wurden. Videokassetten mehrerer anderer Journalisten, die das Drama vor Ort aufgezeichnet hatten, wurden konfisziert.

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