Rundbrief 34, April 2000ROG Homepage
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Gute Nachrichten

Nepal:

Suresh Ale Magar, Herausgeberin der Tageszeitung Janadesh, ist seit dem 26. Februar wieder frei. Die nepalesische Journalistin war seit Oktober 1999 ohne Haftbefehl unter dem Verdacht in Polizeigewahrsam gehalten worden, mit dem Maoismus zu sympathisieren. Mehrere Organisationen hatten ihre Sorge über die Situation der Menschenrechte in Nepal geäußert.

Sierra Leone:

Ayodele Lukobi Johnson, Geschäftsführer der Rolyc Newspaper, und der Journalist Ayodele Walters konnten am 21. Februar den Gerichtssaal in Freetown gegen Kaution verlassen. Sie waren am 16. Februar wegen "Zersetzung, Verleumdung und Veröffentlichung unwahrer Nachrichten" verhaftet worden. Ein neuer Gerichtstermin ist noch nicht angesetzt.

Äthiopien:

Aber Wogi, der am 23. Dezember 1999 zu einem Jahr Gefängnis verurteilte Herausgeber der privaten Wochenzeitung Maebel, ist frei. Seit Mai letzten Jahres war er in Addis Abeba inhaftiert. Er war wegen "Diffamierungsversuchen" gegenüber dem äthiopischen Premierminister Meles Zenawi und der "Verbreitung falscher Informationen" angeklagt. Auch Bizunesh Kebebe, Herausgeberin der Zeitung Zegabi, wurde Ende Januar gegen Kaution aus der Haft entlassen. Sie war 1999 aus unbekannten Gründen verhaftet worden.

Schlechte Nachrichten

Elfenbeinküste:

Am 24. März drang ein Dutzend Soldaten in die Räume der unabhängigen Tageszeitung Le National ein und misshandelte mehrere Redakteure. In den Monaten zuvor waren auch die Redaktionen der privaten Tageszeitungen Le Jeune Démocrate und Soir Info von Militärs gestürmt worden. Reporter ohne Grenzen hat bei Lassano Palenfo, Minister für innere Sicherheit, gegen das gewalttätige Vorgehen protestiert.

Mexiko:

Am 9. April wurde die Leiche von Pablo Pineda, Reporter und Fotograf der Tageszeitung La Opinión, von texanischen Grenzbeamten in der Nähe des Rio Grande gefunden. Man hatte ihn mit einem Kopfschuss ermordet. Der Journalist berichtete über die Arbeit der Polizei und die Aufdeckung von Verbrechen.

Haiti:

Jean Léopold Dominique, Direktor des regierungsfreundlichen Senders Radio Haiti Inter, wurde am Morgen des 3. April angeschossen und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Nach Angaben seiner Kollegen hatte er zuvor keine Drohungen erhalten. Dominique war der bekannteste politische Kommentator Haitis, der sich bereits während der Militärdiktatur für Demokratie in seinem Land eingesetzt hatte.

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