Rundbrief 33, Februar 2000ROG Homepage
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Schreckliche Bilanz:

Zahl der getöteten Journalisten 1999 fast verdoppelt

Ende Dezember letzten Jahres veröffentlichte Reporter ohne Grenzen seine Jahresbilanz: Weltweit 36 Journalistinnen und Journalisten wurden danach bei der Ausübung ihres Berufes oder wegen ihrer Veröffentlichungen ermordet - beinahe doppelt so viele wie im Jahr zuvor (19). Und die von uns angegebene Zahl war, kaum veröffentlicht, womöglich schon überholt; am 28. Dezember starb ein Journalist in Guatemala, am 31. gab es einen Toten in Sri Lanka. Im ersten Fall wird ein möglicher Zusammenhang zur journalistischen Arbeit des Ermordeten noch untersucht, im zweiten ist er so gut wie sicher (s. Seite 3: Chronik der Opfer).

Der Hauptgrund für den dramatischen Anstieg liegt in der gestiegenen Zahl kriegerischer Konflikte - und in der Tatsache, dass die Kombattanten die Freiheit der Berichterstattung nicht schützen, sondern Journalisten im Gegenteil oft gezielt angreifen. Die meisten Toten (insgesamt 10) gab es in Sierra Leone, doch auch in Tschetschenien, Jugoslawien und Ost-Timor gehörten Journalisten zu den Opfern der Kriege. Die Länder mit der höchsten Zahl von Inhaftierten bleiben Birma (13), China und Syrien (jeweils 10) sowie Äthiopien (9).

Detaillierte Zahlen sowie die Namen der ermordeten Journalistinnen und Journalisten im Internet:

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