Rundbrief 33, Februar 2000ROG Homepage
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Argentinien :

Gegen die Straflosigkeit

Einen "unschätzbaren Fortschritt im Kampf gegen die Straflosigkeit" nannte Robert Ménard, Generalsekrtär des Internationalen Sekretariats von Reporter ohne Grenzen, das Urteil im Prozess um den Mord an José Luis Cabezas - und mit dieser Einschätzung steht er wohl nicht allein.

Am 2. Februar, fast genau drei Jahre nach der Tat, sprach ein Gericht in Dolores acht der zehn Angeklagten (darunter drei Angehörige der Polizei von Buenos Aires) der Beteiligung an dem Verbrechen schuldig und verhängte Haftstrafen gegen sie.

Cabezas, Reporter der Zeitung Noticias, hatte in einer Korruptionsaffäre recherchiert, in die Wirtschaftsbosse, Politiker und Polizisten verstrickt waren. Am 25. Januar 1997 fand man seine Leiche auf dem Rücksitz seines ausgebrannten Autos, die Hände auf dem Rücken gefesselt und mit zwei Kugeln im Kopf.

Die Hintergründe sind auch mit den jetzt verhängten Urteilen nicht vollständig aufgeklärt; Reporter ohne Grenzen begrüßte deshalb ausdrücklich den am Tag nach dem Urteil bekannt gegebenen Beschluss des Gouverneurs der Provinz Buenos Aires, Carlos Ruckauf, eine Kommission mit weiteren Ermittlungen zu beauftragen.

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