Rundbrief 27, Februar 1999ROG Homepage
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Argentinien

ai-Mitglieder unterstützen ROG-Aktion "Briefe für Cabezas"

Die Ermordung von José Luis Cabezas vor zwei Jahren steht noch immer symbolhaft für die auch nach dem Ende der Militärdiktatur bestehende Bedrohung der Pressefreiheit in Argentinien - und nicht nur dort. Dies ist einer der Gründe, warum ROG gerade diesem Fall besondere Aufmerksamkeit widmet und zum Beispiel dazu aufgerufen hat, bei der argentinischen Regierung gegen die nachlässigen Ermittlungen in dem Mordfall zu protestieren. Die Argentinien-Gruppe von amnesty international hat zahlreiche solcher Briefe abgeschickt; wir drucken - auch als "Mustertext" mit dringender Bitte um Nachahmung - eines dieser Schreiben ab.

Seine Exzellenz Andrés Pesci Bourel
Botschafter der Republik Argentinien
Adenauerallee 50-52
D-53113 Bonn

Sehr geehrter Herr Botschafter,

erlauben Sie mir, daß ich mich heute mit einer Bitte an Sie wende. Am 25. Januar 1997 wurde die Leiche von José Luis Cabezas, Fotoreporter der Zeitschrift Noticias, in der Nähe des Badeorts Pinamar in einem ausgebrannte Auto gefunden. Seine Mörder hatten ihn erschossen. Wie ich aus der Presse erfahren habe, ist dieses abscheuliche Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt. Außerdem soll eine vom Gerichtshof der Stadt Dolorès eingeleitete Untersuchung im Dezember 1998 abgebrochen worden sein. Dies ist mir völlig unbegreiflich, legt es doch den Verdacht politischer Motivation nahe.

Ich möchte Sie daher bitten, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, damit die Ermittlungen weitergeführt und die Verantwortlichen für dieses Verbrechen endlich vor Gericht gestellt werden. Solange dieser Mord nicht völlig aufgeklärt ist, wird das Ansehen Argentiniens in der internationalen Öffentlichkeit beschädigt sein.

In der Hoffnung auf eine Nachricht von Ihnen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen ...

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