Rundbrief 22, April 1998ROG Homepage
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Kamerun:

Weder Gnade noch Recht für Pius Njawé

In der Revisonsverhandlung vom 14. März wurde das Strafmaß für Pius Njawé, Journalist und Direktor der Zeitung Le Messager, von zwei Jahren auf "nur" ein Jahr Gefängnis herabgesetzt, die Geldbuße auf noch immer 300.000 kamerunische Francs (ca. 1100 DM) reduziert. Er bleibt aber in Haft. Am 24. Dezember 1997 war er wegen "Verbreitung falscher Nachrichten" festgenommen worden. Unter dem Titel "Ist der Präsident krank?" hatte die Zeitung berichtet, Präsident Paul Biya habe während des Endspiels um den Kameruner Fußballpokal einen Schwächeanfall erlitten. "Die, die heute meinen Kopf fordern, haben diese Information bestätigt", so Pius Njawé. Das Urteil trifft einen bekannten Verfechter der unabhängigen Presse, der unter anderem in die Jury zur Vergabe des jährlichen UNESCO/Guillermo-Cano-Preises für Pressefreiheit berufen wurde. Reporter ohne Grenzen fordert nach wie vor die sofortige Freilassung von Pius Njawé. Die belgische Sektion hat dazu 5000 Unterschriften gesammelt und an die Botschaft Kameruns in Brüssel übermittelt. Eine elektronische Petition findet sich auf den Internet-Seiten des Internationalen Sekretariats.

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