Rundbrief 21, Februar 1998ROG Homepage
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Südkorea

Wirtschaftspropaganda

Richard Choy, Vizepräsident von Radio Korea, einer Radiostation mit Sitz in den USA, muß mit handfesten Schwierigkeiten rechnen, weil er einem südkoreanischen Unternehmen wirtschaftliche Probleme unterstellte. Dies ist im "Tigerstaat" eine Straftat: Die Verbreitung von "Gerüchten und vorsätzlichen Diffamierungen" kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden.

Richard Choi hatte über finanzielle Probleme der Tageszeitung Han Kuk Il Bo berichtet und war von deren Management deshalb verklagt worden. Am 20. Dezember wurde er festgenommen und blieb vier Tage lang in Haft. Nun muß er mit einem Strafprozeß rechnen. Beobachter sind sich einig, daß mit dem strengen Vorgehen gegen den Journalisten ein Signal gesetzt werden soll, um die Medien angesichts der das Land heimsuchenden Wirtschaftskrise zu disziplinieren.

ROG hat die Einstellung des Verfahrens gegen Richard Choi gefordert.

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