Rundbrief 18, Juli/August 1997ROG Homepage
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Lateinamerika:

Gewalt gegen Journalisten muß bestraft werden

Vom 30. Juli bis 2. August tagte in Guatemala Stadt die "Konferenz über ungestrafte Verbrechen gegen Journalisten". Auf Einladung der Interamerican Press Association, IAPA, trafen sich Journalisten, Schriftsteller und Politiker aus Nord- und Südamerika sowie internationaler Organisationen. Auch ROG-Generalsekretär Robert Ménard nahm teil.

Die Tagung stand am Abschluß einer zweijährigen Kampagne, mit der die IAPA und andere Organisationen die Regierungen der lateinamerikanischen Länder zu Ermittlungen in den zahllosen Fällen von Gewalttaten gegen Journalisten bewegen wollen. Allein in diesem Jahr wurden dort schon fünf Pressevertreter ermordet, das letzte Opfer war der guatemaltekische Radioreporter Norman Homero Hernández Pérez (siehe Artikel). Neben den Verbrechen der letzten Jahre stehen indes auch noch viele Morde aus der Zeit der Militärdiktaturen. Reporter ohne Grenzen, das Kommitee zum Schutz von Journalisten und der Internationale Verband der Zeitungsverleger erinnerten deshalb am 1. August in einer gemeinsamen Erklärung an Julio Castro Perez, der an diesem Tag vor genau 20 Jahren in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo "verschwand".

Zwar gilt in Uruguay wie in vielen Ländern Lateinamerikas eine Amnestie für Verbrechen aus der Zeit der Junta, doch die drei Organisationen verlangen zumindest eine Untersuchung - nicht nur im Fall Julio Castro, und nicht nur in Uruguay.

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