Rundbrief 17, Juni 1997ROG Homepage
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Tschetschenien:

Entführte Journalisten wieder frei

Nach drei Monaten Geiselhaft wurden am Morgen des 6. Juni die vier Medienleute freigelassen, die am 4. März von einer bewaffneten Gruppe in Grozny, Tschetschenien, entführt worden waren. Das Internationale Sekretariat hatte mehrfach sowohl bei russischen wie tschetschenischen Behörden interveniert. Auch ROG hatte eine Woche zuvor an den Sicherheitsrat der Russischen Föderation und den Vorsitzenden von RTR (2. Russisches Fernehenl) appelliert, für die vier Geiseln tätig zu werden. Nach unseren Informationen hatten die Entführer gedroht, eine Geisel zu töten, wenn das Lösegeld in Höhe von zwei Millionen Dollar nicht bis zum 1. Juni gezahlt werde.

Die drei russischen Journalisten Nikolai Sagnoiko, Korrespondent der Itar-Tass, Juri Archipow und Nikolai Mamulaschwilli, Reporter für Radio Russia, die Deutsche Welle und den WDR, und der Techniker Lew Selzin wurden - gesund und unverletzt - an der Grenze zwischen Dagestan und Tschetschenien freigelassen. Anschließend brachten Sicherheitskräfte sie in die dagestanische Hauptstadt, Machatschkala, bevor sie nach Moskau ausreisen konnten.

Nach offizieller Darstellung war die Befreiung das Ergebnis einer "komplexen Operation" aufgrund "persönlicher Kontakte" und der gelungenen Kooperation tschetschenischer, dagestanischer und russischer Behörden. Angeblich ist auch kein Lösegeld gezahlt worden.

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