Rundbrief 17, Juni 1997ROG Homepage
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Kongo/Ex-Zaire:

Private Sender verboten

Nach dem 17. Mai 1997, als Laurent Kabila offiziell die Macht in Zaire - seitdem Demokratische Republik Kongo genannt - übernommen hatte, traf die staatliche Fernsehstation OZRT eine Säuberungsaktion. Redaktion und Technik waren davon betroffen. Die nationale Presseagentur AZAP wurde geschlossen. Am 26. Mai wurden die privaten Rundfunk- und Fernsehstationen verboten. Zwar nannte der neue Justizminister, Célestin Lwangi, diese Entscheidung des Informationsministers Raphael Ghenda (zuvor Generalkommissar für Information, Kommunikation und Propaganda der AFDL, Kabilas Allianz der demokratischen Kräfte zur Befreiung des Kongo) "vorläufig", doch der AFDL-Informationskoordinator erklärte, die privaten Radio- und Fernsehkanäle seien in Händen von Mobutoanhängern und bezahlten nicht einmal Gebühren.

Angebliche Anhänger Mobutos unter den Journalisten des Landes sollen von Journalisten, die Opfer seiner Herrschaft geworden waren, für die Kabila-Partei aufgelistet worden sein. Ausländische Reporter müssen 100 US-Dollar für ihre Akkreditierung bezahlen. Wollen sie ihre Sendegeräte benutzen, werden nochmals 350 US-Dollar fällig.

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