Rundbrief 17, Juni 1997ROG Homepage
zurückArchivIndexVolltextsuchezurück

Kambodscha:

Opfer des Parteienkrieges

In der Nacht des 4. Mai griffen sieben bewaffnete Männer den staatlichen Fernsehsender TVK an und machten ihn dem Erdboden gleich. Pich Em, Moderator des Abendjournals, starb an den Folgen seiner schweren Verletzungen. Zwei weitere Personen wurden bei dem Angriff von Kugeln getroffen. Die beiden regierenden Parteien, die royalistische Funcinpec des Prinzen Norodom Ranariddh und die Volkspartei (PPC) von Hun Sen schoben sich gegenseitig die Verantwortung für das Attentat zu. Nicht zum ersten Mal ist die Presse zum Opfer dieses Parteienkrieges geworden.

Am 30. März starben bei einem Bombenattentat auf den Parteichef der PNK (Partei der Khmer) zwei Journalisten: Chet Duong Daravuth vom Neak Proyuth und Vong Sopheak vom Moneakseka Khmer. Siebzehn weitere Journalisten wurden durch die Explosion verletzt.

In den letzten drei Jahren sind sieben Journalisten ermordet worden. Journalisten sind und bleiben das erste Ziel für politische Terror- und Racheakte. Besonders vor den Wahlen 1998 versuchen die Parteien, die Medien für ihre Zwecke zu nutzen oder sie einzuschüchtern.

> empfehlen Sie diese Seite weiter!


[ zurück | Homepage | Aktuell | Archiv | Rundbrief 17 | Volltextsuche | weiter ]

© Reporter ohne Grenzen e.V.
Webmaster: Martin Mair


ACHTUNG: Archiv - Diese Seiten werden nicht mehr aktuallisiert!
Die aktuelle Website von "Reporter ohne Grenzen" finden Sie unter http://www.reporter-ohne-grenzen.de/