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Rundbrief Nr. 15, Februar 1997

ROG

Türkei:

Göktepe-Prozeß: 2. Akt einer Farce

Der zweite Verhandlungstag um den Mord an Metin Göktepe fand am 6. Februar statt, diesmal in Afyon, ca. 600 km von Istanbul entfernt (s. Rundbrief 14/96). Aus diesem Anlaß stellten zwei Tage zuvor Nadire Mater, ROG-Korrespondentin in Istanbul, und Jean Chichizola, Rechercheur für Europa im Internationalen Sekretariat, auf einer Pressekonferenz in Istanbul den Bericht über "Polizeigewalt gegen Journalisten in der Türkei 1996" vor. Mehr als 100 Exemplare wurden an die anwesenden Journalisten verteilt. Gleichzeitig veröffentlichten wir eine entsprechende deutsche Presseerklärung.

Zahlreiche türkische und ausländische Journalisten, Vertreter von Menschenrechtsorganisationen und viele andere waren zum Prozeß angereist. Auch diesmal brauchten die Angeklagten gar nicht erst vor Gericht zu erscheinen - ein Skandal, der die Einschätzung von Reporter ohne Grenzen bestätigt, daß das türkische Regime, sobald es sich um Beamte im Dienst handelt, Folter und Mord in Schutz nimmt. Unklar ist zudem, ob die beschuldigten Polizisten noch vom Dienst suspendiert oder bereits wieder in Amt und Würden sind.

Am 11. April soll der dritte Akt der Prozeß-Farce folgen. Reporter ohne Grenzen wird weiterhin Prozeßbeobachter entsenden.

Weitere Informationen:
Türkei: Prozeß-Farce um den Mord an Metkin Göktepe (Nr. 14, Dezember 1996)
Nach dem Mord an Metin Göktepe: Prozeßbeobachtung notwendig (Nr. 13, Oktober 1996)

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