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Reporter ohne Grenzen
Rundbrief 7, Oktober 1995

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China:

Unmenschliche Haft für Gao Yu

Anläßlich der Weltfrauenkonferenz in Peking forderte "Reporter ohne Grenzen" die sofortige Freilassung von Gao Yu.

Gao Yu, stellvertretende Chefredakteurin der "Wirtschaftswoche" wurde am 3. Juni 1989 einige Stunden vor dem Massaker auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" festgenommen. Am 28. August 1993 wurde sie aus gesundheitlichen Gründen freigelassen, jedoch im Oktober 1993 schon wieder inhaftiert. Ihr wird vorgeworfen, "Staatsgeheimnisse an Personen außerhalb des Landes weitergegeben zu haben". Die Behörden beziehen sich hierbei auf die Artikel, die Gao Yu in der Hongkonger Zeitschrift "The Mirror Monthly" veröffentlicht hatte.

Im Dezember 1994 wurde die Journalistin zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. "Reporter ohne Grenzen" protestierte bereits im Januar dieses Jahres und erneut im Juni gegen die unmenschlichen Haftbedingungen, unter denen die 51-jährige, herzkranke Journalistin in einer Zelle mit Schwerverbrechern gehalten wurde. Daraufhin wurde sie in ein Gefängniskrankenhaus verlegt. Ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich jedoch von Tag zu Tag. Deshalb fordert "Reporter ohne Grenzen", Gao Yu sofort auf freien Fuß zu setzen.

Heidi Schirrmacher

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