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Rundbrief Nr. 3 Dezember 1994

ROG

Ruanda:

Menschenrechtspreis von RSF an den Journalisten Andre Sibomana aus Ruanda

ROG - Der diesjährige Menschenrechtspreis von Reporters sans frontieres wurde dem ruandischen Journalisten Andre Sibomana verliehen. Mit der Preisverleihung in Paris wurde die Arbeit des Chefredakteurs der katholischen Wochenzeitung "Kinyamateka" gewürdigt. Der überzeugte Christ stellte sich mit seinem Blatt gegen die rassistische Berichterstattung der staatlichen Medien in Ruanda. Die 35köpfige Jury ehrte und erinnerte mit der Auszeichnung an Andre Sibomana auch an die 48 ruandischen Kolleginnen und Kollegen, die bei den Massakern von April bis Juni diese Jahres ihr Leben verloren haben.

Präsident des der Vereinigung der Zeitungsverleger in Ruanda zu Tode gefoltert

AP - Wie jetzt bekannt wurde ist auch der Präsident der Zeitungsverleger Ruandas, Emmanuel Damien Rukundo, ein Opfer der Massaker geworden. Vor seiner Ermordung wurde der Mann nackt ausgezogen und in seinem Wohnviertel auf einem Lastwagenanhänger herumgefahren. Die Leiche wurde zerstückelt. Auch der Herausgeber einer südruandischen Tageszeitung aus der Stadt Butare, Alfons Rutindura sowie seine Frau, seine Kinder und seine Eltern wurden bei den Pogromen getötet. Hutu-Milizionäre sollen die Familie mit Äxten erschlagen erhaben.

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