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Rundbrief Nr. 2, September 1995

ROG

Editorial

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

dies nun ist der zweite Rundbrief der deutschen Sektion, die mittlerweile über 100 Mitglieder hat! Wir haben diesmal vorab Texte aus der französischen Ausgabe bekommen, so daß unser Rundbrief allmählich - wie geplant - eine Mischung aus übersetzten und eigenen deutschen Texten wird.

Im Mittelpunkt steht das große internationale Projekt von RSF, das in den vergangenen Wochen auch durch die Presse gegangen ist: das humanitäre Radio in den Flüchtlingslagern an der ruandischen Grenze. Seit dem 5. August wird in Goma gesendet, eine Woche später hat der zweite Sender in Bukavu (organisiert von der Schweizer Sektion) seine Tätigkeit aufgenommen. Anders als ursprünglich gedacht, ist es in der gegenwärtigen angespannten Situation nicht möglich, die Flüchtlinge zur Rückkehr aufzufordern und Gegeninformationen zu dem Sender der Hutu-Extremisten (Mille Collines) auszustrahlen. Vorerst beschränkt man sich auf die dringende Aufgabe, Informationen der Hilfsorganisationen über Hygiene, Lebensmittelverteilungen, Impfungen etc. auszustrahlen. Das internationale Sekretariat, das in den ersten Wochen nacheinander zwei Koordinatoren für den Sender in Goma abgeordnet hat, hat mich gebeten, diese Arbeit in den ersten drei Septemberwochen zu übernehmen. Während dieser Zeit steht im Berliner Büro, im taz-Gebäude unsere Praktikantin Jenny Tillmanns als Ansprechpartnerin und Vermittlerin von Kontakten und Informationen bereit.

Da unsere deutsche Sektion bisher außer den Mitgliedsbeiträgen (die gerade etwas mehr als die Portokosten decken) noch über keine Finanzquellen und damit nicht über eine hauptamtliche Büroorganisation wie in Paris verfügt, wäre es ohnehin gut, es könnten sich in verschiedenen Städten Arbeitsschwerpunkte bilden, die von Berlin aus nur zusammengefügt und mit Paris abgestimmt werden müßten. ( Einen Vorschlag in diese Richtung finden Sie in dieser Ausgabe.)

Ein erster Anlauf dazu war das Regionaltreffen der Berliner Mitglieder am 28. Juli. Mehr als ein Dutzend von uns haben einen Abend lang Interessen und mögliche Arbeitsperspektiven diskutiert.

Hier die ersten Ergebnisse in Stichworten:

Ein ähnliches Treffen wie in Berlin (hier findet das nächste am 7. September statt) soll auch in Frankfurt (Kontakt: Gemma Pörzgen, Nachrichtenredaktion der FR, Tel. 069-2199-674) am 15. September stattfinden. Für Hamburg, München, Stuttgart, Hannover und Köln haben wir inzwischen auch Mitglieder gefunden, die bereit sind, ein Regionaltreffen zu organisieren. Die Namen der Ansprechpartner/innen werden in diesem Rundbrief zusammen mit einer Liste aller Mitglieder veröffentlicht.

Auf der Frankfurter Buchmesse werden wir Gelegenheit haben, eine Pressekonferenz zu veranstalten: am Freitag, dem 7. Oktober um 16 Uhr. Holger Ehling und Gemma Pörzgen kümmern sich darum.

Michael Rediske

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