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PRESSEMITTEILUNG Berlin, 6.3.2002

Bangladesch:

Journalist in Khulna erschossen

Reporter ohne Grenzen fordert in einem Brief an Innenminister Altaf Hossain Chowdhury, den Mord an dem Journalisten Harun-ur-Rashid aufzuklären und die Täter zu bestrafen. Der Korrepondent der Tageszeitung Dainik Purbanchal wurde am 2. März in Khulan im Südwesten des Landes erschossen. "Gewalttätige Übergriffe auf die Presse in dieser Region werden durch mangelnde Aufklärung und die anhaltende Straflosigkeit der Täter und Auftraggeber gefördert", sagt Robert Ménard, Generalsekretär der internationalen Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit, in Paris.

Der 43-jährige Journalist Harun-ur-Rashid fuhr mit seinem Motorrad zum Büro, als ihn Unbekannte angriffen. Einen Kilometer von seinem Zuhause entfernt, auf der Straße zwischen Jessore und Khulna, eröffneten die Täter das Feuer. Harun-ur-Rashid erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Polizei nahm am 3. März drei Verdächtige fest.

Harun-ur-Rashid war ein erfahrener Journalist und arbeitete seit den 80er Jahren für die lokale Tageszeitung Dainik Purbanchal. Er recherchierte zu linksextremistischen Gruppen und organisiertem Verbrechen in der Region. Obwohl er bereits mehrfach Todesdrohungen erhielt, veröffentlichte er weiter Artikel über Waffen- und Drogenhandel. Der Journalist berichtete auch über kriminelle Machenschaften der verbotenen kommunistischen Partei Purba Bangla Sharbahara. Zwei der Verhafteten haben mutmaßlich Verbindungen zu dieser Partei.

Harun-ur-Rashid ist der zweite Journalist, der in Khulan in den letzten zwei Jahren ermordet wurde. Seit 1996 sind linksextreme Gruppierungen für den Tod von acht Journalisten verantwortlich. Damit gehört der Südwesten zu den gefährlichsten Regionen Bangladeschs.

Für weitere Informationen:

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Tel. (030) 615 85 85
kontakt@reporter-ohne-grenzen.de
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