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PRESSEMITTEILUNG Berlin, 30.1.2002

Zimbabwe:

Reporter ohne Grenzen Einreise verweigert

Am 29. Januar 2002 teilte die Botschaft von Zimbabwe in Paris Reporter ohne Grenzen mit, dass Vertreter der internationalen Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit kein Visum für das Land erhalten werden. Botschaftsmitarbeiter erklärten Jean-François Julliard, dem Afrika-Referenten der Organisation: "Ihre Artikel sind zu kritisch und sie haben sich für Sanktionen gegen unser Land ausgesprochen. Wir laden niemand in unser Land ein, der mit Steinen wirft." Die Botschaft habe Anweisungen aus Harare erhalten, Reporter ohne Grenzen die Einreise zu verweigern.

"Die Behörden in Zimbabwe haben offensichtlich etwas zu verbergen. Zumindest tun sie alles dafür, zu verhindern, dass unabhängige und kritische Stimmen über die aktuelle Lage in Zimbabwe berichten können", kommentierte Robert Ménard, Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen, die Ablehnung. "Die Regierung gibt vor, Einladungen von Wahlbeobachtern und ausländischen Journalisten zu genehmigen. Doch wir vermuten, Zimbabwe will mit diesem Vorgehen nur die Europäische Union beruhigen", so Ménard weiter.

Reporter ohne Grenzen wollte Anfang Februar nach Zimbabwe reisen, um sich über die Situation der Pressefreiheit während des Wahlkampfs zu informieren.

Zimbabwe avancierte in 2001 zu einem der repressivsten Staaten auf dem afrikanischen Kontinent für die Pressefreiheit. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl sind bereits 20 einheimische Journalisten von der Polizei festgenommen worden. Drei ausländische Journalisten wurden aus dem Land ausgewiesen.

In den vergangenen Wochen verweigerten die Behörden mehreren ausländischen Korrespondenten die Einreise. Eine Journalistin aus Madagaskar wurde am 24. Januar am Flughafen von Harare von der Polizei kontrolliert und zurückgeschickt. Sahondra Randriamasimanana hatte einen Eintrag als Journalistin in ihrem Pass. Die Reporterin der Zeitschrift Capricorne wollte in Zimbabwe Freunde besuchen.

Reporter ohne Grenzen zählt Präsident Robert Mugabe zu den 38 größten Widersachern der Pressefreiheit.

Für weitere Informationen:

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