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PRESSEMITTEILUNG Berlin, 21.1.2002

Deutschland/Uganda:

Journalist bei Demonstration von Polizei erschossen

Reporter ohne Grenzen begrüßt die Festnahme von drei Polizisten, die für den Mord an Jimmy Higenyi, einem Studenten der Journalistik, verantwortlich gemacht werden. Die internationale Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit fordert von den ugandischen Behörden eine Untersuchung, um die Verantwortlichen aus der Polizeiverwaltung zu ermitteln, die den Schießbefehl bei einer Demonstration angeordnet hatten.

Jimmy Higenyi ist am 12. Januar bei einer Demonstration in der Hauptstadt Kampala von der Polizei durch einen Schuss in den Rücken getötet worden. Er ist der erste Journalist im Jahr 2002, der in Ausübung seines Berufes ermordet wurde. Higenyi studierte am United Media Consultants and Trainers Institute Journalistik und sollte im Rahmen seines Studiums über die verbotene Demonstration der Oppositionspartei United Peoples Congress (UPC) berichten. Die Polizei schoss in die Menge, um die Demonstration aufzulösen. Die ugandische Verfassung verbietet jede politische Aktivität.

Am gleichen Tag wurden drei Journalisten - James Akena von der Tageszeitung New Vision, Archie Luyimbazi und Andrew Mujema vom Fernsehsender WBS - und einige Führer der UPC von den Sicherheitskräften vorübergehend festgenommen.

Der ugandische Polizeichef, Major-General Katumba Wamala, sagte bei einer Pressekonferenz, dass die Polizei die volle Verantwortung für den Mord an Higenyi übernehme.

 

Für weitere Informationen:

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Tel. (030) 615 85 85
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