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Pressemitteilung Berlin, Berlin, 27. 7. 2000

Philippinen / Jolo

Spiegel-Korrespondent Andreas Lorenz frei - noch fünf weitere Journalisten in Geiselhaft

<43>Nach 25 Tagen Geiselhaft ist der Spiegel-Reporter Andreas Lorenz am Morgen des 27. Juli freigelassen worden. Er war während seiner Recherchetätigkeit für das Nachrichtenmagazin von militanten Moslemrebellen verschleppt worden.

Reporter ohne Grenzen freut sich über die Freilassung von Andreas Lorenz. Wir fordern die Kidnapper auf, auch die anderen Geiseln unverzüglich frei zu lassen und bitten die philippinische Regierung, alles dafür zu tun.

* Am 25. Juli entführten bewaffnete Männer zwei philippinische Journalisten in der Nähe von Patikul auf Jolo. Val Cuenca und seine Frau Maan Macapagal arbeiten als Kameramann und Redakteurin für ABS-CBN, den größten Fernsehsender der Philippinen. Nach Angaben ihres Fahrers kamen sie von einem Interview mit Radulon Sajiron, einem der Rebellenführer bei Abu Sayyaf, zurück. Die Entführer sollen ebenfalls einer der Abu Sayyaf-Guerillagruppen angehören.

* Am 10. Juli wurde ein Team des französischen Fernsehsenders France 2 verschleppt. Auch sie hatten davor einen der Rebellenführer von Abu Sayyaf, Galib Andang, interviewt. Maryse Burgot, Jean-Jacques Le Garrec und Roland Madura befinden sich noch immer in der Gewalt der Geiselnehmer, einer weiteren Gruppe um Rebellenführer Robot.

* Damit sind seit Anfang Mai dieses Jahres 25 Journalistinnen und Journalisten nach den uns vorliegenden Erkenntnissen auf den Philippinen als Geiseln genommen worden.

Reporter ohne Grenzen, internationale Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit, verurteilt jede Geiselnahme oder Erpressung von Journalisten. Journalisten sind entsprechend den Regelungen der Genfer Konvention bei internationalen Konflikten als Zivilpersonen und Beobachter geschützt. Reporter ohne Grenzen fordert, dass dies auch im Falle nationaler Konflikte und Bürgerkriege von den Konfliktparteien anerkannt wird.

Reporter ohne Grenzen
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