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PRESSEMITTEILUNGBerlin, 30.7.1998

Bosnien:

Sprengstoffanschlag auf Zeitungsredaktion

Bombenterror nach Berichten über Verbindungen von Mafia und Behörden Reporter ohne Grenzen fordert gründliche Untersuchung

Die bosnische Zeitschrift Dani war am 29. Juli Ziel eines Bombenattentats. In einem Protestbrief an Innenminister Mehmet Zilic hat Reporter ohne Grenzen eine sofortige und gründliche Untersuchung des Anschlags gefordert.

Nur wenige Meter vom Dani-Redaktionsgebäude in Sarajewo entfernt explodierte am Mittwoch eine Granate, die glücklicherweise nur Sachschaden verursachte. Der Anschlag markiert den bisherigen Höhepunkt in einer Kette von Attacken gegen das vierzehntägig erscheinende Magazin. Nachdem die Zeitung in diesem Jahr mehrfach Ziel von Drohungen und Angriffen war, standen die Redaktionsräume bis vor kurzem unter Polizeischutz.

Dani hatte in einer Serie von Beiträgen über die Verbindungen zwischen bosnischen Behörden und der Mafia berichtet, in die nach Recherchen der Redaktion auch die Regierungspartei SDA (Partei der Demokratischen Aktion) verwickelt ist.

Reporter ohne Grenzen hat gegenüber der bosnischen Regierung seine große Besorgnis über das Attentat zum Ausdruck gebracht und die Behörden aufgefordert, alles zur Aufklärung der Angriffe zu unternehmen.


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