ROG AktuellROG Homepage
zurückArchivIndexVolltextsucheweiter

PRESSEMITTEILUNGBerlin, 9.4.1998

Pressetermin:

Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht

Einladung zum Gespräch mit dem Dissidenten Wei Jingsheng über die Situation der Presse in China

Mittwoch, 15. 4. 1998, 10 - 12 Uhr
Axel-Springer-Haus, Kochstraße 50, 10888 Berlin
Konferenzraum Oskar Kokoschka, 18. Stock

Zahllose Wandzeitungen, "Dazibaos", machten die "Mauer der Demokratie" nahe am Platz des Himmlischen Friedens zu einem Symbol für die chinesische Demokratiebewegung. Nur wenige Monate erlaubte die damalige Regierung unter Deng Xiaoping diese Form der Gegenöffentlichkeit, dann ging ihr dieses Experiment zu weit. Die "Dazibaos" wurden verboten, viele ihrer Verfasser inhaftiert.

In China gibt es keine Pressefreiheit. Die Regierung übt eine ständige und strenge Kontrolle über den Informationsfluß aus. Dutzende Journalisten haben für kritische, nicht-konforme Berichterstattung mit ihrer Freiheit bezahlen müssen; noch immer sitzen zwölf Journalistinnen und Journalisten im Gefängnis. Andere wurden zwar - aus "humanitären" Gründen - freigelassen, aber entweder ins Exil gezwungen oder unter Hausarrest gestellt.
Die Entwicklung in Hongkong macht deutlich, daß Peking auch in seinem neuen Machtbereich keine kritischen Stimmen dulden will, sondern eine Ausrichtung auf die propagandistische Linie des Regimes betreibt.

Die internationale Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit, Reporter ohne Grenzen, möchte Ihnen Gelegenheit zu einem ausführlichen Hintergrundgespräch über dieses Thema geben. Seine Erfahrungen und Einschätzung der aktuellen Situation schildert der Dissident Wei Jingsheng, der "aus gesundheitlichen Gründen" selbst erst im November 1997 aus dem Gefängnis entlassen und die USA abgeschoben wurde. Am Pressegespräch nehmen auch Michael Rediske, Sprecher von Reporter ohne Grenzen und Barbara Petersen, Geschäftsführerin der deutschen Sektion, teil.

Reporter ohne Grenzen liefert Ihnen gern zusätzliche Informationen über die Situation der Pressefreiheit in China. Kurze Dossiers und Berichte über Einzelfälle finden Sie auf den Internet-Seiten der deutschen Sektion und des Internationalen Sekretariats in Paris http://www.rsf.fr

Bitte melden Sie Ihre Teilnahme an:
Telefon: (030) 615 85 85
Fax (030) 614 34 63

Reporter ohne Grenzen
Skalitzer Straße 101
D-10997 Berlin
Germany
rog@snafu.de
Tel.: +49 - 30 - 615 85 85
Fax: +49 - 30 - 614 34 63

> empfehlen Sie diese Seite weiter!


[ zurück | Homepage | Aktuell | Archiv | Volltextsuche | weiter ]

© Reporter ohne Grenzen e.V.
Webmaster: Martin Mair


ACHTUNG: Archiv - Diese Seiten werden nicht mehr aktuallisiert!
Die aktuelle Website von "Reporter ohne Grenzen" finden Sie unter http://www.reporter-ohne-grenzen.de/