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PRESSEMITTEILUNGBerlin, 10.3.98

Iran:

Faradsch Sarkuhi darf nicht ausreisen
Nach Haftentlassung verweigern Behörden neuen Paß

Seit zwei Jahren ist Sarkuhi von seiner in Berlin lebenden Familie getrennt.

Der Schriftsteller und Journalist Faradsch Sarkuhi darf den Iran noch immer nicht verlassen. Dies erfuhr Reporter ohne Grenzen von der Familie des Autors.

Sarkuhi war am 28. Januar aus dem Gefängnis entlassen worden. Er möchte so schnell wie möglich seine in Berlin lebende Frau und die beiden Kinder wiedersehen, von denen er seit mehr als zwei Jahren getrennt ist.

Reporter ohne Grenzen hat bereits mehrfach an die iranische Regierung appelliert, Faradsch Sarkuhi ausreisen zu lassen.

In einem Dankesbrief an alle Organisationen und Personen, die sich für seine Freilassung einsetzten, hatte Sarkuhi seine Situation bereits am 2. März als "unklar" beschrieben und den dringenden Wunsch geäußert, seinen Dank bald "persönlich" überbringen zu können.

Offiziell wird Sarkuhi die Ausreise zwar nicht verweigert, die Behörden fordern aber vor der Ausstellung eines neuen Passes die Abgabe des alten Dokuments - ein nur scheinbar normaler bürokratischer Vorgang. Reporter ohne Grenzen erinnert daran, daß Sarkuhis Paß von seiten der iranischen Behörden dazu benutzt wurde, seinen angeblichen Aufenthalt in Deutschland zur Zeit seines "Verschwindens" im November 1996 zu beweisen. Die deutschen Behörden hatten die Echtheit der damals präsentierten Visa-Einträge bestritten. Inzwischen erhielt Sarkuhi seine Personaldokumente zurück - mit Ausnahme des Passes.

Für weitere Informationen: Tel. (030) 615 85 85

Reporter ohne Grenzen
Skalitzer Straße 101
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Tel.: 49 - 30 - 615 85 85
Fax: 49 - 30 - 614 34 63

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