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Keine Freiheit ohne Pressefreiheit

Mehr als 600 Journalistinnen und Journalisten wurden in den letzten zehn Jahren wegen ihrer Veröffentlichungen oder in Ausübung ihres Berufs ermordet. Allein 57 von ihnen starben im algerischen Bürgerkrieg, 48 während des Völkermords in Ruanda und 47 im ehemaligen Jugoslawien. Im gleichen Zeitraum waren auf der Welt ständig mehr als 100 Redakteure, Korrespondenten und Fotografen aufgrund ihrer Artikel und Recherchen in Haft, etliche wurden zu langen Gefängnisstrafen verurteilt. Hunderte werden täglich bei ihrer Arbeit behindert, bedroht, attackiert, ihre Berichte zensiert, Arbeitsmittel zerstört, Medien verboten.

Ob in China, Kolumbien, oder Nigeria, in Rußland, Mexiko oder Birma - zu oft schweigen Politik und Justiz bei Angriffen auf die "vierte Gewalt". Schlimmer noch: Oft sind sie selbst darin verwickelt. Mehr als die Hälfte der 185 Staaten mit Sitz bei den Vereinten Nationen respektieren die Presse- und Meinungsfreiheit nicht.

Die internationale Organisation REPORTER OHNE GRENZEN verteidigt die Freiheit, zu informieren und informiert zu werden. Wir helfen Journalistinnen und Journalisten, wenn sie inhaftiert, geschlagen oder gefoltert werden und unterstützen auch ihre Familien.

1985 wurde die Menschenrechtsorganisation mit dem Namen Reporters sans frontières in Frankreich gegründet. Das Internationale Sekretariat hat seinen Sitz in Paris. Es gibt Sektionen in Frankreich, Schweden, Spanien, Belgien, in der Schweiz und seit Juni 1994 in Deutschland. Die deutsche Sektion ist als gemeinnütziger Verein anerkannt.

In täglicher Kleinarbeit recherchieren wir Meldungen über die Verletzungen der Pressefreiheit und leiten sie an andere Menschenrechtsorganisationen und die Medien weiter. Wir schreiben Protestbriefe an Regierungen, schicken Rechtsanwälte und Prozeßbeobachter und übernehmen Patenschaften für inhaftierte Journalisten.

REPORTER OHNE GRENZEN leistet nicht nur Schreibtischarbeit, sondern auch materielle Hilfe für unabhängige Medien. Nach dem Anschlag auf das Pressehaus in Algier finanzierten wir z.B. einen Teil der neuen Maschinen. Wir zahlten Zuschüsse an Zeitungen in Bosnien, Serbien oder Kosovo. Mit Schreibmaschinen und Rekordern wurde "Radio Sarajewo" ausgestattet. Aktive Katastrophenhilfe leistete das von uns begründete, humanitäre Radio "Gatashya" (Schwalbe der Hoffnung) in Lagern für ruandische Flüchtlinge in Zaire. Wir beteiligten uns nach einem Attentat auf einen Journalisten an den Behandlungskosten. Und wir leisten Hilfe für die Familien inhaftierter Journalisten, damit sie Medikamente, Lebensmittel und Fahrtkosten bezahlen können.

In Länder, in denen die Pressefreiheit in Gefahr ist, entsendet REPORTER OHNE GRENZEN Untersuchungsmissionen. Aktuelle Berichte gibt es über die Türkei, Somalia, Äthiopien, Nigeria, Saudi-Arabien, Mexiko, Kosovo, Kuba, Mauretanien und viele andere. Jedes Jahr veröffentlichen wir am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, einen Bericht über rund 150 Länder. Reporter ohne Grenzen hat beratenden Status bei der Menschenrechtskommssion der Vereinten Nationen, beim Europarat und der UNESCO. Im Juli 1997 wurde REPORTER OHNE GRENZEN mit dem "Preis für Journalismus und Demokratie" der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ausgezeichnet.


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