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Tafel 1
Tafel 2
Tafel 3
Algerien, Algier 1992
die Armee geht mit größter Härte gegen den fundamentalistischen Terror vor. Doch
verstecken sich militante Islamisten in den eigenen Reihen.
Foto: Michael von Graffenried (entnommen dem Bildband: Michael von Graffenried:
Der Traum von der Demokratie)
Tafel 4
Äthopien, Addis Abeba, März 1998
Laber bei Addis Abeba: Mehr als dreißig Prozent der Antragstelle für ein Visum
sind HIV-Positiv. Babei hadelt es sich um die größte Risikogruppe .... Hunger,
Korruption, Arbeitslosigkeit und Übergriffe gegen Minderheiten gehören zum
tagtäglichen Überlebenskampf.
Foto: anonym
Tafel 5
Afghanistan, Kabul 1996
Stufen der Barbarei: "Zuerst vernichtet man diegjenigen, die Werte schaffen.
Dann werden auch diejenigen vernichtet, die wissen, was Werte sind und, daß die
Personen, die vor ihnen vernichtet wurden, diese Werte geschaffen haben. Die
wahre Barbarei beginnt in dem Moment, da niemand mehr imstande ist, ein Urteil
zu fällen, niemand mehr weiß, was er tut, Barbarei ist." Ryszard Kapuscinksky,
Lapidarium.
Foto: Christian Jungblodt/Sygnum
Tafel 6
Afghanistan, Kabul, Dezember 1996
Junge mit Brennholz von Kabul.
Foto: Christian Jungblodt/Sygnum
Afghanistan, Kabul, Dezember 1996
Orthopädisches Zentrum mit Minenopfern.
Foto: Christian Jungblodt/Sygnum
Tafel 7
Afghanistan, Kabul Dezember 1996
Flüchtlingsfrau aus Kabul: Ihr wurde von den Taliban die Daumenkuppe
abgeschlagen, weil sie Nagellack aufgetragen hatte.
Foto: Christian Jungblodt/Sygnum
Tafel 8
Afghanistan, Kabul März 1996
März 1993: Eine Granate trifft das haus der Familie. Feuer bricht aus. Wali ist
der einzige, der sich retten kann, er ist vierzehn Jahre alt.
Foto: Wolf Böwig
Afghanistan, Changaram-Hospital, Panjsher Valley, März 1997
Vor einigen Tagen wurde dem 18-jährigen Mudjahedin bei Gefechten an der Front
nahe Schotol die Hand zerfetzt. Im Hospital gibt es seit Monaten nur noch vier
Medikamente: Antimalaria, Tabletten gegen Bluthochdruck, Vitamin C und einige
Antibiotika. Die Mahrungsmittel reichen nur noch wenige Tage.
Foto: Wolf Böwig
Tafel 9
Algerien, Algier, Jjuni 1992:
Eine arabische Journalistin arbeitet am Desktop im "Haus der Presse" von Algier.
Al sich nach 28-jähriger Einheitspresse die Fronten aufweichten, entstanden 1990
zahlreichen Tageszeitungen in französischer und arabischer Sprache.
Foto: Michael von Graffenried (entnommen aus dem Bildband "Michael von
Graffenried: Der Traum von der Demokratie")
Algerien, Algier, Juli 1992:
Eine aufgewühlte Menge säumt die Straße mit dem Trauerzug für den am 29. Juni
1992 ermodeten Prsidenten Mohammed Boudiaf. Boudiaf galt als letzter
Hoffnungsträger einer untüchtig gewordenen Demokratie und als Gegner der
Korruption.
Tafel 10
Algerien, Algier Juni 1993
Trauerfeier für Tahai Djouf, Redaktionsleiter des Wochenblattes "rptures", der
am 26. Mai von zwei Schüssen in den Kopf getroffen wurde. Im Jahr 1993 wurden
insgesamt acht algerische Journalisten ermordet.
Foto: Benilo/Sygma
Algerien, Algier, 14. Februar 1993
Algier ist unter Kontrolle der Armee: Der Eingang der Moschee von Bab el-Quad
während des Freitaggebets
Foto: Turpin/Zebar-Gamma
Tafel 11
Algerien, Algier 1992:
Trügerische Ruhe in Algiers Innenstadt. Die Große
Moschee wird bewacht. In den ersten Monaten des Jahres 1^993 wurden 800
Polizisten ermordet. Die Auseinandersetzungen haben bisher über 30.000
Todesopfer gefordert.
Foto: Turpin/Zebar-Gamma
Algerien, 26.12.1991:
Am Freitag nach ihrem Wahlsieg veransten die Fundamentalisten der FIS ein
Massengebet unter freiem Himmel.
Foto: Turpin/Zebar-Gamma
Tafel 12
Algerien
Auf dem Friedhof von Rais trauern die Hinterbliebenen an den Gräbern der 349
niedergemetzelten Dorfbewohner.
Foto: Turpin/Zebar-Gamma
Algerien:
Die 16-jährige Quahito blickt aus dem Zimmer, in dem sie das Massaker überlebte.
Ihrem Großvater, ihrer Tante und zwei ihrer Cousinen wurden die Kehlen
durchschnitten.
Tafel 13
Angola, Curto, Dezember 1994
Geteilte Stadt Cuito: FAA.Regierungssoldat/Kindersoldat mit Totenschädel
Foto: Guenay Utunçok/laif
Tafel 14
Angola, Cuito, Dezember 1994
Regierungsseite - Kriegsspuren
Foto: Guenay Utunçok/laif
Tafel 15
Bosnien 1982
Zehn Minuten zuvor schlugen auf dem Sportplatz eine Granate ein. Der Krieg ist
schrecklicher Alltag geworden.
Foto: Wolf Böwig/Agentur chim
Tafel 16
Bosnien, Sarajewo, Oktober 1983
Moslemisches Begräbnis von Opfern eines Granatangriffs auf eine Schule, bei dem
12 Kinder getötet und über 30 verletzt wurden. Aufgrund der ständigen Gefahr
durch Scharfschützenattacken gingen die Moslems dazu über, ihre Toten bei
Sonnenuntergang in die Nacht hinein zu begraben.
Foto: Kersten Thielker
Tafel 17
Bonsien, Soarajewo, August 1982
Ein Arzt blickt durch ein Fenster des Kos??-Krankenhauses, in dem sich die
Rot-Kreuz-Fahne spiegelt. Das Foto entstand im August 1992 in Sarajevo, als fast
stündlich von Granaten verletzte Zivilisten in dieses Krankenhaus eingeliefert
wurden.
Foto: Kersten Thielker
Tafel 18
Bosnien, Juni 1994
Serbischer Milizionär tritt am Boden liegende Frau.
Foto: action presse/Extrapresse
Tafel 19
Bosnien, Stadt Vitez, Mai 1993
Ein britischer UN-Soldat blicht aus einem Verhau seines Stützpunktes in der
bosnischen Stadt Vites
Foto: Kersten Thielke
Tafel 20
Bosnien, Mostar 1996
Brücke über den Fluß Meretva, dem ehemaligen
Frontverlauf zwischen Kroaten und Muslimen.
Foto: Christian Jungeblodt/Signum
Kroatien, Bavoi, 1995
Wiedersehen nach geglückter Flucht.
Foto: Christian Jungeblodt/Signum
Tafel 21
Bosnien Sarajevo September 1992
Der ARD-Korrespondent Fritz Kurz an seinem gefährlichen Arbeitsplatz in Sarajevo
Foto: action presse/Extrapresse
Bosnien Oktober 1993
Der italienische Journalist Gabrielle M. Locatelli stirbt in serbischen Kugelhagel
Foto: action presse/Extrapresse
Bosnien Sarajevo September 1992
gefährlicher Arbeitsplatz in Sarajev
Bosnien Stadt Vitez, Mai 1998
Die Reuters Fotografin, Corina Bufka, fotografiert einen britischen UN-Soldaten
in der Nähe der bosnischen Stadt Vitez im Mai 1983. Die Brieten sicherten die
Bergung von Toten, die bei der "ethnischen Säuberung" ums Leben kamen.
Tafel 22
Deutschland, Hamburg, 30. Mai 1994
Bei der Wahlkampfveranstaltung des "Bundes freier Bürger" (BfB) mit dem
östeichischen FPÖ Chef Jörg Haider ging die Polizei mit großer Brutalität gegen
Gegendemonstranten und Journalisten vor. Der WDR-Reporter Oliver Meß wurde in
den Würgegriff genommen und zu Boden geschleudert. Auf dem Boden liegend wurde
ihm der Fuß mehrfach verdreht, so daß Neß einen doppelten Bänderriß erlitt.
Foto: Kai van Appen
Tafel 23
Deutschland, Hamburg, Juni 1996
Abschiebegefängnis
Foto: Andreas Herzau/Sygnum
Deutschland, Hamburg, Juni 1996
Abschiebehaft Haus 3
Foto: Andreas Herzau/Sygnum
Tafel 24
Tafel 25
Jerusalem, Klagemauer
Foto: Michael von Graffenried
Tafel 26
Beirut, Hamas-Versammlung
Foto: Michael von Graffenried
Tafel 27
Jerusaelm, Damaskustor
Foto: Michael von Graffenried
Tafel 28
Pakistan, Karatschi 1994
Busse sammeln die Toten und Schwerverletzten nach mehrtägigen Krawallen ein.
Foto: Wolf Böwig/Agentur Chim
Tafel 29
Pakistan, Karatschi 1994
Einer der hunderttausenden Obdachlosen Karatschis
Foto: Wolf Böwig/Agentur Chim
Pakistan, Karatscih 1994
Ungendlicher pumpt Wasser aus dem Lyari River, der wahrscheinlich größten Kloake
Pakistans
Foto: Wolf Böwig/Agentur Chim
Tafel 30
Ruanda August 1994
Soldaten aus Zaire sammeln an der Grenze Waffen des ruandischen Militärs ein.
Foto: Guenay Ulutuçok/laif
Tafel 31
Ruanda/Tanzania, Mai 1994
Übersicht über das Benaco-Camp. Über 200.000 ruandische Flüchtlinge suchen
Schutz vor dem Bürgerkrieg in Ruanda. Blaue Planen dekcen die Strohhütten ab.
Qualm steigt duch tausende Feuerstellen auf.
Foto: Karsten Thieelker
Tafel 32
Ruanda, Gahini, Mai 1994
Stark verwese Leichen eines Massaker im Norden Ruanda. Einige 100 Meter weiter
befindet sich eine Kirche, wo ebenfalls rund hundert Leichen lagen.
Foto: Karsten Thielker
Tafel 33
Ruanda Kigali, April 1994
Ein stark verwester Körper am Stadtrand von Kigali. Wochen nach Beginn der
Auseinandersetzung zwischen Hutus und Tutsi entdcken die Soldaten des RPF
(Ruandisch Partiotische Front) immer wieder Plätze wie diesen.
Tafel 33
Rußland, Oktober 1993
Während den Auseinandersetzungen in Moskau werden sieben Journalisten getötet.
Foto: W. Laski/D. Venpov-Sipa
Tafel 34
Rußland, Moskau 1994
"Sie haben sich nicht mehr bewegt". Wolodja Jakolew ist zehn- und mehrfacher
Mörder. Mit seinen Geschwistern lebt er auf dem Buschkrin-Platz. Die Moskauer
Strankinder überfallen die, die noch schwächer sind als sie. So brachten sie
mindestens vier wehrlose Menschen um. Die Polizei hat Wolodja in Gewahrsam
genommen - er wartet auf seine psychisch kranke Mutter, die ihn "befreienW soll.
Foto: Hans-Jürgen Burkhard, mit Genehmigung der Stern.
Rußland, Jamal 1993
Das "letzte Land" geht verloren. Unter der arktischen Halbinsel Jamal werden die
größten Gasreserven der Welt vermutet. Bereits die Probebohrungen und ersten
Siedlungen zerstören den Ureinwohnern vom winzigen Eskimo-Stamm der Nenzen die
Weideflächen für ihre Rentiere. Für die Kinder des Jamal, des "letzten Landes",
gibt es hier keine Zukunft - das Volk stirbt aus.
Foto: Hans-Jürgen Burkhard,
mit Genehmigung der Stern.
Tafel 35
Rußland, Beresniki 1993
Das Bad der "besonders gefährlichen" Frauen. Im Arbeitslager VT389/28 in
Beresniki, Kreeis Perm, sind 770 Frauen der angeblich gefährlichen Art
eingesperrt - als mehrfach vorbestrafte "Rezidivistinnen", verbringen die
meisten hier ihr Leben. Einmal am Tag dürfen sie ins Badehaus. Einige von ihnen
gerieten schon unter Stalin in Lager - als Kinder hatten sie während der Hungersnot
Brot gestohlen.
Foto: Hans-Jürgen Burkhard, mit Genehmigung der Stern.
Rußland, Sma 1989
Der Menschenkäfig. Frühmorgenlicher Abtransport zur Arbeit i Straflager Nr.
272/32, Station Sima, an der Transsibirischen Eisenbahn. Kategorie "strenge
Regime". Wer nach zehn, fünfzehn Lagerjahren entlasse wird, findet anderswo
weder Wohnung noch Job. Benah jeder kommt zurück.
Foto: Hans-Jürgen Burkhard, mit Genehmigung der Stern.
Tafel 36
Rußland/Tschetschenien, Stadt Groszny, 24.12.1994
Ausgebombter Wohnkomplex. Eine Russin trauert um ihren getöteten Sohn.
Foto: action press/Lehman/Saba-Rea
Tafel 37
Rußland/Tschetschenien, Stadt Groszny, 22.12.1994
Nach permanenten Bombardement durch das Russische Militär. Leichen werden von
der Straße geräumt.
Foto: action press/Lehman/Saba-Rea
Tafel 38
Rußland, Moskau 1992
"Laßt uns das Leben verbrennen" - Die Metall-Rocker der Gruppe
"Elektroschock-Therapie" spielen im Moskauer Luschniki-Stadion. Sie singen von
Nutten und Vergewaltigungen im Straflager. Und ihre begesiterten jugendlichen
Fans wünschen das verfluchte Leben zur Hölle.
Foto: Hans-Jürgen Burkhard, mit Genehmigung der Stern
Rußland, Moskau 1993
"Und endlich kommt der ersehnte Flash. "Bazilla" heißt das Punk-Mädchen, das in
den Bombenschutz-Kellern lebt. Hier verkochen Moskauer Punks opiumhaltigen
Schlafmohn aus Mittelasien mit Schlaftabletten, ziehen schmutzige Spriten auf
und verlieren sich in der Zeit.
Foto: Hans-Jürgen Burkhard, mit Genehmigung der Stern.
Tafel 39
Rußland, Moskau 1995
Im Park Terlezkije im Osten Moskaus üben Kämpfer der "Russischen Nationalen
Einheit" - mit etwa 100.000 Mitgliedern die größte paramilitärische Organisation
der Rechtsextremisten in Rußland.
Foto: Hans-Jürgen Burkhard, mit Genehmigung der Stern.
Rußland, Moskau 1995
Bei einem Konzert der Moskauer Trash-Metal-Band "Korosija Metalla" jubeln
Jugendliche Hitlerdouble mit "Heil Hitler" zu. Auftackt zum Auftritt eines
rechtsradikalen Politikers.
Tafel 40
Sudan 1995, Khartoum.
15.45 Uhr, die weiblichen Angestellten der "Landwirtschaftsbank" treten zum
freiwilligen Training der Volksverteidigungseinheit an. Hinter dem Geldinstitut
werden die künftigen Kriegerinnen für den Kampf m Süden ausgebildet.
Foto: Michael von Graffenried, aus "Sudan. Der vergessene Krieg"
Tafel 41
Sudan 1995.
An der Kit-linie holt ein Regierungssoldaten Wasser. Er hat vom nur 300 m
entfernten Feind nichts zu befürchten, denn er weiß, daß der Feind Munition
sparen muß.
Foto: Michael von Graffenried, aus "Sudan. Der vergessene Krieg"
Tafel 42
Sudan 1995.
Am Freitagnachmittag versammeln sich am Grabmahl des Hamad al-Mile in Omdurman
die Derwische des Quadriya-Ordens. Vor dem kleinen Tempel tanzen sie solange,
bis sie in Trance fallen.
Foto: Michael von Graffenried, aus "Sudan. Der vergessene Krieg"
Sudan 1995.
Im Spital von Ashwe, das von mutigen Norwegern betrieben wird, liegen die
Schwächsten und Verwundeten. Zwei Wochen nach dieser Aufnahme wird es von zwei
Militärflugzeugen der Regierungsarmee bombardiert.
Tafel 43
Türkei, Istanbul, 28.1.1994
Slumviertel Kücüclanya, einem Stadtteil der Altstadt, wo kurdische Flüchltinge
sich illegal sogenannte "Übernachthäuser" gekauft haben.
Foto: C. Lehrsten/argum
Tafel 44
Türkei, Istanbul
An der Wand hängen Portraits von ermordeten Journalisten von Özgür Gunden.
Foto: C. Lehrsten/argum
Tafel 45
Türkei/Kurdistan, Batman 25.3.1994
Kurdische Dorfbewohner in der Region Batman vor zerstörten Häusern.
Foto: Andreas Herzau/signum
Türkei/Kurdistan, Batman 25.3.1994
Türkische Soldaten besetzen ein kurdisches Dorf in der Region Batman.
Foto: Andreas Herzau/signum
Tafel 46
Türkei, Istanbul 29.1.1994
Pakizi Kizila, 19 Jahre, war eine Korrespodentin in Kurdistan. Sie wurde in
Tatvan verhaftet und 24 Studnen gefolter.
Foto: C. Lehsten/argum
Türkei, Istanbul
Mitarbeiter von Özgür Gündem vor dem ausgebrannten Redaktionsgebäude.
Foto: Titelbild
Tafel 47
China, Changsha 1986
Changsha, Provinz Hunan: Die Straße als Lesesaal
Foto: Rose Jackson
Tafel 48
China, 4. Dezember 1993
In Hongkong verkaufen Demonstranten Postkarten, auf denen die Freilassung von
Wang Jnato und Chen Ziming gefordert wird, zwei Journalisten, die zu dreizehn
Jahren Haft verurteilt wurden.
Foto: M. Porro/AFS
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