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Reporter ohne Grenzen

Internationale Menschenrechtsorganisation zur Verteidigung der Pressefreiheit

Artikel 19 der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" garantiert das Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit. Doch in mehr als der Hälfte der 185 Staaten mit Sitz bei der UNO wird dieses Recht nicht respektiert. Im Gegenteil: Vielerorts unterliegt die Berichterstattung staatlicher Zensur, werden Zeitungen beschlagnahmt, Rundfunkprogramme und Fernsehsender verboten. Viele Methoden der Einschüchterung, von anonymen Drohungen und Überfällen bis zu Verhaftung, Mißhandlung und Ermordung von Journalistinnen und Journalisten, werden angewandt, um kritische Stimmen an autoritären Regimen, an Korruption und Organisiertem Verbrechen zum Schweigen zu bringen.

Die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung und der freien Berichterstattung geht immer mit der Verletzung anderer grundlegender Menschenrechte einher. Die Freiheit, zu informieren und informiert zu werden, ist daher stets auch ein zuverlässiger Gradmesser für die Achtung der universell gültigen Menschenrechte in einem Land.

Wo die Presse nicht ungehindert über die Arbeit von Regierungen berichten kann, gibt es auch keine öffentliche Kontrolle staatlicher Organe. Wo die Medien nicht einmal elementare Informationen verbreiten dürfen, kann kein demokratischer Prozeß, kein friedlicher Ausgleich verschiedener Interessen gelingen. Ohne Pressefreiheit gibt es keine Demokratie.

Mehr als 600 Journalistinnen und Journalisten wurden in den letzten 10 Jahren wegen ihrer Veröffentlichungen oder in Ausübung ihres Berufes ermordet. Ständig sind auf der Welt rund 100 Journalisten wegen ihrer Meinung im Gefängnis.

Reporter ohne Grenzen verteidigt die Freiheit, zu informieren und informiert zu werden.

Reporter ohne Grenzen setzt sich weltweit für Journalistinnen und Journalisten ein, die vom Staat, von religiösen und politischen Gruppen oder durch Organisiertes Verbrechen bedroht werden. Wir intervenieren bei Regierungen und Justizbehörden, schicken Rechtsanwälte und Prozeßbeobachter und helfen den Familien inhaftierter oder getöteter Journalisten.

Die Organisation Reporters sans frontières wurde 1985 in Frankreich gegründet, das Internationale Sekretariat hat seinen Sitz in Paris. Es gibt Sektionen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweden, in der Schweiz und in Spanien, sowie Büros in Washington, London, Istanbul und Abidjan.

Im Juli 1997 erhielt die Organisation den "Preis für Journalismus und Demokratie" der OSZE.

Die 1994 gegründete deutsche Sektion ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Sie zählt rund 300 Mitglieder: Zeitungs- und Fernsehjournalisten, Chefredakteure, freie Mitarbeiter, Fotografen und Menschen, die nicht im Medienbereich arbeiten. Die Geschäftsstelle befindet sich in Berlin.

Die deutsche Sektion Reporter ohne Grenzen finanziert ihre Arbeit über Mitgliedsbeiträge und Spenden sowie den Erlös der Fotobücher. Für die Unterstützung und Finanzierung unserer Projekte konnten wir in den letzten Jahren viele bekannte Medien und Unternehmen gewinnen.

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