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Syrien: Petition für Nisar Nayouf

Eine gemeinsame Aktion von Reporter ohne Grenzen - Österreich mit amnesty international Österreich und Zeitung in der Schule

An den Botschafter
Der Arabischen Republik Syrien
S.E. Herr Dr. Riad Siage

Sehr geehrter Herr Botschafter!

Wir haben erfahren,

  • dass der Journalist Nizar Nayouf seit 1992 in syrischer Haft gehalten wird, derzeit in einer 4m2 großen Einzelzelle,
  • dass er an verschiedenen Krankheiten, darunter Krebs leidet,
  • dass er schwersten Misshandlungen ausgesetzt ist,
  • dass ihm jede medizinische Behandlung vorenthalten wird,

weil er nicht bereit ist, seine früheren Aussagen über die Situation der Menschenrechte in Syrien zu widerrufen.

Syrien hat den Internationalen Pakt über Bürgerliche und Politische Rechte unterzeichnet und ist somit verpflichtet, die Meinungs- und Pressefreiheit zu schützen! Die Gefangennahme und die Misshandlungen von Nisar Nayouf stehen dazu in krassem Gegensatz.

Wir appellieren daher an Sie, Nisar Nayouf unverzüglich freizulassen und ihm die dringend notwendige medizinische Behandlung zukommen zu lassen.

Viele der hier Unterzeichnenden sind Kinder und Jugendliche:

Bitte unterstützen Sie unseren Einsatz für eine Zukunft, in der Menschenrechte nicht Papier bleiben.

Bitte leiten Sie unseren Appell an Präsident Baschar al-Assad weiter. Vielen Dank.

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Der Fall Nisar Nayouf

Nisar Nayouf, ein 52-jähriger Syrer, ringt mit dem Tod.

Er ist in eine winzige Einzelzelle gesperrt. Vom Gefängnispersonal ist er mehrfach so schwer misshandelt worden, dass er einen Wirbel- und einen Schädelbruch erlitten hat. Als Folge dieser Misshandlungen ist er erblindet und von der Hüfte abwärts gelähmt. Weil Verbrennungen durch ausgedrückte Zigaretten schlecht verheilt sind, leidet er an Dermatitis (Hautkrankheit), seit einiger Zeit auch an Lymphdrüsenkrebs, einer Leberkrankheit und Geschwüren. Trotzdem wird ihm eine umfassende Behandlung verweigert.

Nisar Nayouf ist Chefredakteur der syrischen Zeitung "Stimme der Demokratie" und Generalsekretär des Komitees für die Verteidigung der demokratischen Freiheiten in Syrien gewesen. In diesen Funktionen ist er für Rede- und Pressefreiheit, für Demokratie und Menschenrechte eingetreten. Deswegen ist er 1992 zu 10 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Die zuständigen Militärbehörden verlangen, dass er eine Erklärung unterzeichnet und zugibt, die Lage der Menschenrechte in Syrien falsch dargestellt zu haben. Erst dann könne er ärztliche Behandlung erhalten. Dies hat Nisar Nayouf bisher abgelehnt.

Vom Weltverband der Zeitungen wird Nisar Nayouf in diesem Jahr mit der Goldenen Feder der Freiheit ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird seit 1961 an Menschen vergeben, die sich in besonderer Weise um die Pressefreiheit verdient gemacht haben. In der Aussendung des Weltverbandes der Zeitungen heißt es:

"Trotz der unsagbar schlechten Haftbedingungen setzt Nisar Nayouf seinen Kampf für die Redefreiheit und die Demokratie fort. Sein Leid dient als mahnendes Beispiel dafür, dass die Redefreiheit einen hohen Preis kosten kann. Nisar Nayouf ist für Verleger und Journalisten in aller Welt beispielgebend."
Nizar Nayouf

Weitere Informationen:

Reporter ohne Grenzen

Andere Organistation (Auszug externer Links)

Reporter ohne Grenzen amnesty international Zeitung in der Schule


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